Samstag, 11. Mai 2019

Brodmann-Areale und ihre Bedeutung für die Neurofeedbacktherapie



Die laterale Ansicht zeigt die Hirnlappen, Brodmann-Areale und Elektrodenpositionen im 10-20 System (Gezeichnet von Amanda Reeves und Bojana Knezevic)
Die Nummerierungen der Brodmann-Areale gehen von 1-52, aber man sollte nicht verzweifelt nach jeder Zahl suchen, weil es Sprünge gibt, von der 12 zur 17 und von der 47 zur 52. Und zwar deshalb, weil die BAs 14, 15 und 16 Zellregionen in insularen Hirnregionen von Primaten bezeichnen, die beim Menschen nicht vorkommen. Es fehlen also die betreffenden BAs. Ba 13 hingegen wurde von Neuroanatomen auch im menschlichen Cortex gefunden, wo diese Region als Brücke zwischen lateralen und medialen Arealen der Insula fungiert. Weil die Insula eine Einbuchtung des Cortex ist, ist sie weder lateral noch midsaggital sichtbar. BA 13 wurde in die Erläuterungen eingefügt, weil sie eine der Quellen in den LORETA Messungen ist und aus diesem Grunde den Neurofeedbacktherapeuten interessieren muss. Die BAs 49 bis 51 sind beim Menschen nicht vorhanden. BA 48 befindet sich hingegen im Subiculum, einem schmalen Teil der Oberfläche des Temporallappens der zur hippocampalen Region gehört, deshalb ist diese Region im Diagramm nicht sichtbar. BA 49 wird bei Nagetieren gefunden, die BAs 50 und 51 nur bei Affen. Die letzte Region, BA 52, wird dann wieder beim Menschen gefunden. Sie werden diese Region im superioren Temporallappen in der Nähe der Verbindung zwischen Frontal-, Temporal-, und Parietallappen finden.


Medianschnitt zur Verdeutlichung der Hirnlappen, der Brodmann-Areale und der Positionen des 10/20 Systems
(Gezeichnet von Amanda Reeves, Bojana Knezevic)




Anmerkung:  Beide Diagrammen mit kurzen Anmerkungen zur Funktion der Brodmann-Areale wurden zuerst als vierseitige Broschüre durch die International Society for Neurofeedback and Research (see www.isnr.org), 2007, veröffentlicht. Diese Broschüre ist über die ISNR Webseite weiterhin erwerbbar. Die Gewinne aus den Verkäufen kommen der ISNR Research Foundation zugute.

Das Ursprungsdokument war eine Gemeinschaftsarbeit von Michael Thompson, M.D. (ADD Centre & Biofeedback Institute of Toronto, Canada), Dr. Wu Wenqing (Friendship Hospital & Capital Medical University of Beijing, China) und James Thompson, Ph.D. (Evoke Neuroscience, New York, NY) Die Autoren erarbeiteten dieses Dokument als Zusammenfassung der Arbeiten von Korbinian Brodmann, die dieser in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts fertig gestellt hat. Sie verbanden die Originalkartierung des menschlichen Cortexes durch Brodmann mit den neueren Erkenntnissen über funktionale Beziehungen der inzwischen allgemein üblich Brodmann Areale genannten Hirnregionen, die von unzähligen anderen Forschern erarbeitet wurden. Das Booklet war geschrieben worden, um die Mitarbeiter des ADD Centers Mississauga zu schulen, es wurde aber vom Sohn der Thompsons während seiner Zeit als Doktorrand an der Pennsylvania State University, erweitert und vertieft, als er die Auswirkungen von Gehirnerschütterungen auf Sportler erforschte. Das Manuskript wurde in der Absicht immer weiter ausgearbeitet, Neurofeedbacktherapeuten zu unterstützen, die nach den neuroanatomischen Ursachen bestimmter Phänomene suchten. Es gab allgemein ein starkes Bedürfnis unter Neurofeedbacktherapeuten nach weiterer Information.

Dabei wird jedes Brodmann-Areal mit seinen Verbindungen zwischen lokalen Funktionen und dem dazugehörigen Netzwerk erläutert

Man sollte im Gedächtnis behalten, dass jede Hirnregion mit mehreren Netzwerken und Brodmann-Arealen verbunden ist. Kein Brodmann- Areal hat eine unabhängige Funktion. Die meisten haben überlappende Beziehungen mit angrenzenden oder entfernten Brodmann-Arealen. Tatsächlich sind ja alle von Brodmann gefunden Areale über verschiedene Netzwerke miteinander verbunden.
Der Zusammenhang zwischen menschlichem Verhalten und intrinsischer Konnektivität von Netzwerken wurde detailliert von Laird et. Al. 2011. detailliert beschrieben. Diese Publikation basierte auf 30000 MRI und PET Scans. Wer daran interessiert ist 

Freitag, 10. Mai 2019

Bedeutung von Netzwerken

1.2.4 Bedeutung von Netzwerken Mittels Neurofeedback sind wir eigentlich immer damit beschäftigt, die Leistungsfähigkeit von neuronalen Netzwerken zu verbessern. Netzwerke sind Ketten von miteinander verbundenen Neuronengruppen, die Zusammenarbeiten, um Ziele zu erreichen. In diesem Zusammenhang sollte man an den alten Spruch denken: Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Bei cortikaler Dysfunktion muss Neurofeedback entweder die Leistung der Verbindung verbessern oder dem Netzwerk dabei helfen, sich neu zu kalibrieren, um die Dysfunktion zu kompensieren. Das Gehirn besitzt Plastizität, die ihm eine solche Veränderung möglich macht, das wurde auch durch andere Verfahren bewiesen, die solche Verbesserungen erzielten. (Ein exzellentes Beispiel für die Spannweite neuoplastischer Veränderungen findet man in Norman Doidge’s 2010 Buch: The Brain that Changes Itself und der Fortsetzung 2015: The Brain’s Way of Healing.)

Freitag, 22. Juni 2018

BA 45, BA 46 Die Übersetzungen gehen weiter.





F7 (und zwischen Fp1, F3 und F7):    DH Bas (38) 44, 45, 46, (47)
F8 (und zwischen FP2, F4 und F8): NDH: Bas (38), 44, 45, 46, (47)
F7 (und zwischen FP1, F3 und F7: Bas (38) 44, 45, 46, (47), DH
NFB an der Ableitungsposition F7 beeinflusst die Brodmann Areale 38, 44, 45, 46 und 47 der linken Seite. Die Funktionen entsprechen denen, die ich bei denen des dorsolateralen Cortex präfrontalis und denen des exekutiven Systems beschrieben habe, welche beim Training an F 7 beeinflusst werden. Diese Beeinflussung umfasst die des visuellen und auditiven Arbeitsgedächtnisses, der selektiven Aufmerksamkeit, der Wortwiedererkennung und aller Funktionen mit Bezug zum Broca-Areal inklusive denen der Generierung von Wörtern, dem Sprachfluss, lexikalischer Funktionen, Phonemen, Grammatik, Kategorisierung und der Syntax. Diese Areale sind beteiligt am episodischen-dem deklarativen- und dem Arbeitsgedächtnis. Wie bereits erwähnt handelt es sich um Schlüsselelemente der exekutiven Funktionen.
F8 (und zwischen FP2, F4 und F8: Bas (38), 44, 45, 46, (47), NDH
Training an F8 beeinflusst die Brodmann Areale 38, 44, 45, 46 und 47 der rechten Seite. Die Funktionen entsprechen denen, die wir dem Areal zuschrieben, dass dem Broca-Areal rechtslateral gegenüberliegt. Diese umfassen Funktionen des räumlichen und des visuellen Arbeitsgedächtnisses, Funktionen der Aufrechterhaltung von Aufmerksamkeit, der Prosodie, der Gestalterfassung und dem bewussten Erfassen von Emotionen auf den Gesichtern anderer Menschen. Gestalterfassung bedeutet, ein Gesamtbild intuitiv zu erfassen. Stimmungsmodulation unter Zugrundelegung kontextualer emotionaler Informationen kann ebenfalls zu den Eigenschaften dieses Areals gezählt werden. Das Areal zwischen F8 und T8 (bisher T4) wird oftmals außerhalb der Normwerte aus der Datenbank bei Menschen mit labiler Stimmungslage mit plötzlichen Wechseln der Emotionen zu finden sein, wie etwa unvermittelt auftretender Wut und Impulsivität. Der rechte, ventrale, Cortex präfrontalis ist auch an der Generation von Angstgefühlen beteiligt, die mit emotionalem Stress in Zusammenhang stehen, dabei spielt er eine Rolle bei der Steigerung des Cortisolspiegels (Wang et al., 2005).

Dieses Cortexareal besitzt starke Verbindungen zum medialen Cortex präfrontalis, zur Insula und zum anterioren Cingulum, den Arealen also, die an dem Anstieg der Cortisolausschüttung beteiligt sind. Auch wenn der ventrolaterale Cortex präfrontalis keine starken Verbindungen zum Hippocampus besitzt,  die anderen besitzen diese jedoch in besonderem Maße.
Funktionen mit Bezug zu Strukturen, die durch den rechten Fasciculus uncinate verbunden werden  können durch ein Neurofeedback Training oberhalb eines Areals zwischen F10 und T8 beeinflusst werden. Diese Funktionen können die Fähigkeit zur autonoetischen Selbstwahrnehmung umfassen, was soviel bedeutet wie: Fähigkeit zum Wahrnehmen des anhaltenden Einflusses vergangener Ereignisse

Ärger und Wut haben einen direkte Beziehung zum Affektiven-Netzwerk und der Stressachse, unter Beteiligung linker und rechter ventraler, präfrontaler Areale. Einige Forschungsergebnisse zeigen,  dass die Motivation bei Wut und Ärger eine Zielrichtung besitzt mit eindeutig  negativer Valenz. Dieses Sich Ärgern wird mit stärkerer Beteiligung linker als rechter anteriorer Regionen assoziiert. Das legt nahe, dass die anteriore Asymmetrie in Bezug auf Emotionen eher  eine Folge einer durch Motive gesteuerten Wuterzeugung als eine emotionale Reaktion ist (Harmon-Jones et al., 1998). Das ist eine etwas andere Gewichtung als die, die wir aus unseren Alpha Asymmetrie Protokollen gewohnt sind, die Peter Rosenfeld entwickelte und die Elsa Baehr in der Praxis umsetzte (Rosenfeld, 1996, 1997). Diese Arbeiten stützten sich auf die Arbeit von Richard Davidson (Davidson, 1995, 1998), die zeigte, dass linksseitige frontale Aktivierung zielgerichtetes Verhalten anzeigt, bei guter Stimmung. Die Lehre für uns Therapeuten aus der Diskrepanz zwischen den neueren Forschungsergebnissen und dem vorliegenden Protokoll legt uns nahe, dass wir uns niemals auf ein Protokoll verlassen, ohne zuvor ein sorgfältiges, klinisches Assessment durchgeführt zu haben, zu dem auch ein QEEG gehört. Wir sollten immer nur den Ergebnissen unserer Beurteilung folgen, wenn wir ein Trainingssetting erstellen.

BA 46
Brodmann Areal 46  ist annähernd verbunden mit einem Teil des dorsolateralen Cortex präfrontalis (DLPFC). Der DLPFC umfasst die lateralen Aspekte der BAs 9, 10, 11, 12, 45, 46 und 47. Der DLPFC spielt eine wichtige Rolle bei exekutiven Funktionen, die das Aufrechterhalten von Aufmerksamkeit und das Arbeitsgedächtnis betreffen. Wir definieren exekutive Funktionen als die vorherrschende Fähigkeit, Perzeption, Aufmerksamkeit, Auswahl, Entscheidungsfindung, Inhibition, Gedächtnis, Planungsfähigkeit, die Fähigkeit Probleme zu lösen, logisches Denken (induktiv und deduktiv), das Sequenzieren und das Beobachten, Beurteilen und Korrigieren von eigenen Handlungen zu managen, und zur Erreichung definierter Ziele verbal und nonverbal, motorisch und sozial zu reagieren.

Läsionen dieses Areals werden mit einem Syndrom assoziiert, das man dysexekutiv nennt. Sie beeinträchtigen das Kurzzeitgedächtnis und erschweren das Inhibitieren von Reaktionen, außerdem beeinträchtigen sie die Entscheidungsfindung darüber, was relevant ist und was nicht. Dazu verursachen sie Probleme der Organisationsfähigkeit. Zusätzlich ist der DLPFC  an der Selbstkontrolle beteiligt. Der so genannte Tower of London Test (ToL) ist eine der Möglichkeiten exekutive Funktionen mit Bezug zu BA 46 zu testen, vor allen Dingen denen der Dominanten-Hemisphäre. Der ToL umfasst zehn Versuche bei denen farbige Ringe zu drei Türmen gestapelt werden müssen, die einem durch den Tester zuvor gezeigten Muster entsprechen. Das verlangt vom Probanden vorschnelle Reaktionen zu unterdrücken, zu planen, mentale Pläne zu verändern, das Arbeitsgedächtnis zu benutzen, eine geplante Handlung zu organisieren und dann die korrekte Umsetzung zu beobachten und zu beurteilen.
Dabei handelt es sich durchgängig um Funktionen der präfrontalen Regionen. Einen Teil dieser Funktionen übt der Cortex präfrontalis in der Nähe von F5 und abwärts nach F7 aus.

F9 und F 10, orbitale Oberfläche
Neurofeedback an diesen Positionen  hat einen Einfluss auf die BAs 11, 47 und 38. Diese Ableitungspunkt sind kein Teil des 19 Kanal EEG oder 10/20 Systems, aber wir müssen sie  manchmal trainieren, um Einfluss zu nehmen auf wichtige Funktionen der orbitalen Oberfläche des Frontallappens.
Die orbitale Oberfläche des linken Frontallappens war die Region, die bei Phineas Gage durch die Eisenstange verletzt wurde. Diese Verletzung führte zu einer bemerkenswerten Verhaltensänderung  des zuvor angepassten Mannes. Er wurde ein sehr unangenehmer Zeitgenosse, der oftmals in Schlägereien verwickelt war. Diese Verhaltensänderung war eine Folge der Verletzung des linken orbitalen, orbitalen Cortex präfrontalis. Ähnliche Probleme werden von Athleten und Kriegsveteranen berichtet, die Gehirnverletzungen dieser Region erlitten.

Die orbitale Oberfläche der Frontallappen besitzt Verbindungen zu den Temporallappen und anderen Strukturen die mit dem Fasciculus uncinate verbunden sind. Der linke Fasciculus uncinate beinhaltet Funktionen mit Bezug zum auditiven Verbalgedächtnis und deklarativen Erinnerungen (Mabott et al., 2009).
Der rechte Fasciculus uncinate ist an autonoetischer Wahrnehmung beteiligt, (Levine et al., 1998), aber das habe ich schon erwähnt.


r
Brodmann Areal 47 ist ein Bestandteil des Cortex frontalis der von der lateralen Oberfläche des Frontallappens zum ventralen Cortex frontalis reicht. Er ist deshalb an vielen Funktionen beteiligt, die deduktives Begründen, Sprache und Emotionen umfassen. Es liegt unterhalb von BA 10 und BA 45, aber parallel zu BA 11.


Auf der orbitalen Oberfläche umgibt dieses Areal beim Menschen den kaudalen Anteil des Sulcus orbitalis von dem aus es lateral bis zum inferioren Gyrus frontalis reicht. Wie bei den umgebenden Arealen handelt es sich um einen Bestandteil des Exekutiven-Netzwerks. In der Dominanten-Hemisphäre hat es eine Bedeutung für die Kategorisierung von Sprachaspekten und es ist wichtig für das episodische- und das Arbeitsgedächtnis. Es handelt sich um einen Schlüsselregion für das Deduktive-Begründen. Es ist beteiligt am Schlussfolgern. In Verbindung mit anderen cortikalen Arealen dient es der Beobachtung von Handlungen und eingehenden Informationen. Es ist am Inneren-Monolog bei der Lösung von Aufgaben beteiligt.

Inferiorer Gyrus frontalis in der DH
Der posterior-mediale Cortex parietalis und der linke Cortex präfrontalis (PFC) sind beide impliziert in die Wiedererinnerung an vergangene Ereignisse. Der posteriore Precuneus und der linke inferiore Cortex frontalis sind aktiviert während der Nutzung des episodischen Quellspeichers. Der Precuneus und der linke inferiore PFC sind wichtig für die Regeneration von kontextualen episodischen Assoziationen. Die linke ventro-laterale Frontalregion/frontales Operculum ist beteiligt an zielrelevanten Informationen (BA 47) und der anschließenden Beobachtung von Abweichungen (BAs 44 und 45) Regionen im dorsalen inferioren Gyrus frontalis sind wichtig zur Informationsauswahl (BAs 45 und 46) (Lundstrom et al., 2005)
Semantisches Gedächtnis verlangt nach einem umfassenden Wortwissen, etwa der Wortbedeutung und dem normalen Wortgebrauch. Seine Funktion beruht darauf zu speichern, wieder aufzurufen, und diese Erinnerung in Assoziation zu bringen mit Stimuli aus der Umgebung. Andererseits versucht sich das Arbeitsgedächtnis an der Erhaltung des Kurzzeitgedächtnisses und der Manipulation von Informationen,  um etwas lange genug im Gedächtnis zu behalten: etwa sich eine Telefonnummer lange genug zu merken, um sie sich aufschreiben zu können. Schlussendlich ist das episodische Gedächtnis geeignet zur Langzeitspeicherung und der Wiederaufrufung vergangener Ereignisse oder Erfahrungen, was den Menschen erlaubt über ihre persönliche Vergangenheit nachzudenken. Über die Funktion des Ereignisspeichers hinaus, ermöglich das episodische Gedächtnis eine spezielle Wahrnehmung der subjektiven Zeit, dem autonoetischen Bewusstsein, das es Menschen erlaubt, in Gedanken rückwärts durch die Zeit zu wandern und bewusst Informationen aus einer persönlichen Erfahrung abzurufen (Lundstrom, 2005). Das episodische Gedächtnis erlaubt also die Verbindung gegenwärtigen Geschehens mit Erfahrungen der Vergangenheit.

Verbindungen zum Default-Netzwerk
Verschiedene Areale des Gehirns zeigen abgesenkte Aktivität während der Bewältigung kognitiver Aufgaben, aber angehobene Aktivität während des so genannten Resting-State. Das trifft auf Teile des posterioren Cortex cingularis (PCC) und auf mediale frontale Regionen zu, die Teile des medialen Gyrus frontalis umfassen (MFG) sowie den ventralen anterioren Cortex cingularis (vACC). Diese Areale sind Teil des Default-Mode-Netzwerks das immer dann aktiv wird, wenn die Aktivität ruht und abgeschaltet ist, während der Bewältigung kognitiver Aufgaben. Eine abnehmende Aktivität wird in der Regel gefolgt von einem Theta Anstieg.
Hippocampales Theta und Gedächtnis
Während der Aktivität des Arbeitsgedächtnisses steigt synchronisierte Aktivität zwischen 4 und 7 Hz (meist zwischen 5.5 und 6.5 Hz). Das steht im Zusammenhang mit einer Abnahme des hippocampalen Metabolismus (Hampson et al., 2006; Uecker, 1997) Dieses Theta wird oberhalb der frontalen Mittellinie auftreten. Es wird oft hippocampales Theta genannt, weil die Quelle eine andere ist, als die beim Theta Exzess, der vom Thalamus ausgelöst wird und der als Marker für Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität gilt.

Hampson et. Al. stellten fest, dass eine inverse Beziehung zwischen Aktivierung (gemessen durch funktionale Bildgebungsverfahren) und  Beteiligung des Hippocampus abzulaufen scheint. Sie belegen das mit dem Beispiel  der Deaktivierung des Hippocampus und angrenzender Regionen während eines Transverse-Patterning-Task  und während der virtuellen Navigation in einem Radial-Arm-Maze, einem Labyrinth mit radial angeordneten Laufwegen (Astur&Constable, 2004; Astur et al., 2005). Sie merkten an, dass beide Tests nach der Beteiligung des Hippocampus verlangten, dass aber tatsächlich die Aktivität des Hippocampus während der Bewältigung der Aufgaben abnahm. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Codierung von Informationen eher als neuronale Synchronizität als in der Feuerrate festzustellen ist. Der Theta Rhythmus reflektiert diese synchronisierte Aktivität und wird in Zusammenhang gesehen mit dem Gedächtnis und kognitiver Funktion (Gevins et al.; 1997; Tesche & Karhu, 2000).  Sie bringen das in Verbindung zur abnehmenden metabolischen Aktivität (Uecker et al. 1997).
Die Konnektivität zwischen verschiedenen Regionen steigt während dieser Test an (Hampson et al.; 2006). Klinisch betrachtet unterstützen Hampsons Beobachtungen unsere Vermutung, dass wir den EEG Aktivitäten mit niedriger Amplitude bei angehobener Synchronizität langsamer Wellen besondere Aufmerksamkeit schenken müssen, wenn die Werte unter den Normdaten der Datenbank liegen. Um es deutlicher zu sagen, es dürfte ab und an Sinn machen das bei 6 Hz liegende hippocampale Theta herauf zu trainieren, weil es mit Gedächtnisfunktionen verbunden ist.


NDH Rechte inferiore Frontalregion, BAs 47 und 12
Eine weitere Funktion die im Zusammenhang mit der Erforschung des inferioren Gyrus frontalis festgestellt wurde ist die Aktivierung des rechtslateralen inferioren Gyrus frontalis während Go/NoGo Tasks. Bei einem solchen Task hat der Proband automatisierte Reaktionen zu unterdrücken (beispielsweise einen Knopf NICHT zu drücken, wenn bei einer gegebenen Anzahl gleicher Signale, die durch Drücken des Knopfes beantwortet werden, ein anderes Signal erscheint) Dieser Task beteiligt das gesamte Areal der BAs 47 und 12 (Aaron et al. 2004; Kringelbach et al., 2005; Menon et al.; 2006; Li et al. 2006)
Es scheint so, als sei diese Region auch am Vermeidungsverhalten beteiligt. Größeres Vermeidungsverhalten geht mit höherer Aktivierung  im inferioren Gyrus frontalis einher (Christopoulos et al. 2009; Knoch, 2006). Das kann als Inhibitierung eines Impulses zu einer riskanten Handlung interpretiert werden. Die Unterbrechung der Aktivität dieses Areals durch transkraniale Magnetstimulation (TMS) oder transkraniale direct current Stimulation (tDCS) führt zu einer Veränderung des Risikoverhaltens, wie Verhaltenstests zeigten. Theoretisch könnten Dysfunktionen dieses Areals zu gefährlichem Verhalten führen. Oder um es andersherum zu formulieren, mittels LORETA NFB kann man gefährliches Verhalten durch Einfluss auf diese Region unterbinden.



Dienstag, 11. Juli 2017

Exzellenzinstitute EEG Neurofeedback, Nummer 1 I.F.E.N. Institut Thomas Feiner

Lehrinstitut, Klinisches Neurofeedback, Forschung, Therapie
Das Institut für EEG-Neurofeedback I.F.E.N.
Das Institut für EEG-Neurofeedback wurde 2008 gegründet und ist heute eine der führenden Ausbildungsstätten für Neurofeedback in Deutschland. Es hat sich einen guten Namen u. a. dadurch gemacht, dass es das Konzept des "Z-Werte-Trainings" konsequent in seinen Lehrplan übernommen hat.
Heute ist das Verfahren in vielen Einrichtungen weltweit als Standard fest etabliert. Unsere Kompetenz in dieser Richtung verdanken wir u.a. auch der engen Kooperation mit unseren USA-Partnern, deren Wissenschaftler seit Jahren unermüdlich an der Erforschung und Umsetzung dieser bahnbrechenden Methode gearbeitet haben.Wir sind auch das erste Institut in Deutschland, welches eine internationale Zertifizierung im Sinne der BCIA (Biofeedback Certification International Alliance) in vollem Umfange anbieten kann. Daneben besteht nach wie vor die Möglichkeit das institutseigene Zertifikat zu erwerben. Unsere Teilnehmer kommen aus den verschiedensten Bereichen: Ergotherapeuten, Kinderärzte, Psychiater, Neurologen, HNO-Ärzte Heilpraktiker und Pädagogen.
Praktika und Mentoring sind wesentliche Elemente im Rahmen der Ausbildung! 
Zudem werden unsere Teilnehmer über unsere Mailingliste auch nach der Ausbildung dauerhaft weiter betreut und können so ihre Kenntnisse durch Mentoring und gegenseitigem Austausch ständig erweitern.
Neurofeedback ist keine für sich stehende Therapieform
Sie ist Ergänzung, Erweiterung, Bindeglied, wie auch immer. Ob Sie als Psychotherpeut mit Hypnose oder Verhaltenstherapie arbeiten, ob Sie als Physiotherapeut mit Schlaganfallpatienten zu tun haben, als Ergotherapeut mit entwicklungsauffälligen Kindern, als Logopäde mit orofacialer Stimulation arbeiten, als Heilpraktiker Akupunktur anwenden. Wie auch immer: Mit Neurofeedback wenden Sie ein weiteres Verfahren an, welches Ihre bisherigen Bemühungen um eine bedeutsame Komponente bereichert. Sie arbeiten mit dem Gehirn selbst.
Verantwortung für möglichst hohe Qualität
Wir bereiten Sie auf eine interessante, spannende und äußerst befriedigende Tätigkeit vor. Ihre Aufgabe ist es, Ihre Kenntnisse ständig zu erweitern und auf einem hohen Niveau zu halten. Dazu bieten wir auch Workshops mit international anerkannten Experten auf dem Gebiet der Neurotherapie an. Außerdem bemühen wir uns ständig um Zusammenarbeit mit Universitäten und Krankenhäusern, um Forschungsaktivitäten zu unterstützen.
Neurofeedback ist keine "One-Size-Fits-All" - Therapie
Es gibt leider Anbieter, die behaupten Neurofeedback wäre leicht in der Anwendung. Das stimmt aber nur so lange, solange man mit Einheitsprotokollen arbeitet. Menschliche Gehirne unterscheiden sich jedoch hochgradig voneinander, weswegen wir eine Untersuchung der EEG-Daten für unerlässlich halten. Vertrauen Sie einem Arzt, der sich weigert Ihren Puls zu Messen, Ihnen aber ein Herzmedikament verabreicht? Das Institut für EEG-Neurofeedback sieht sich auch als eine Anlaufstelle für Hilfe suchende Patienten, die dringend einen Anbieter von Neurofeedback benötigen. Wir können hier auf seriöse Therapeuten verweisen, welche die Kriterien unserer klinischen Qualitätsstandards erfüllen.

Thomas Feiner
·         Ergotherapeut, Neurofeedback-Lehrtherapeut
·         Fachlicher Leiter und Geschäftsführer des Instituts für EEG-Neurofeedback (München)
·         Ausbildungen u.a. bei Dr. Joel Lubar, Dr. Thomas Collura, Dr. Robert Thatcher
o    ISNR - International Society for Neurofeedback and Research
o    BCIA - Biofeedback Certification International Alliance
o    SAN - Society for Applied Neurosciences
o    DGBfb - Deutsche Gesellschaft für Biofeedback
Dr. Georg Handwerker
·         Dr. Handwerker ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in Passau.
·         Er studierte in Würzburg und arbeitete an der Univ.-Kinderklinik Würzburg unter Prof. Dr. Bartels und Prof. Dr. Speer, an der Kinderklinik Dritter Orden in Passau unter Prof. Dr. Staudt sowie kurz an der Univ.-Kinderklinik Erlangen unter Prof. Dr. Rascher.
·         In Würzburg und Passau baute er das Kinderschlaflabor an der Klinik mit auf.
·         Seine Tätigkeit liegt schwerpunktmäßig in den Bereichen Neuropädiatrie, Neurofeedback, Schlafmedizin, Endokrinologie und Diabetes.
·         Betreuung der lokalen Behindertenschulen (G- und K-Schule).
·         Seit 2003 ist er zusammen mit Prof. Dr. Staudt und Anderen Dozent der Kinder-EEG-Kurse der Deutschen Akademie für Entwicklungsrehabilitation (DAER).
·         Er leitet seit über 12 Jahren Schulungen von Ärzten im Passauer EEG-Kurs (Deutsche Akademie für Entwicklungs-Rehabilitation) und ist Wissenschaftlicher Beirat der Dt. Narkolepsiegesellschaft.
·         Er hält seit 2004 das EEG-Zertifikat der Dt. Gesellschaft für klinische Neurophysiologie.
·         Beratender ärztlicher Leiter des Instituts für EEG-Neurofeedback IFEN

Dr. med. Heinz-Dieter Göhmann
Ärztlicher Leiter des Instituts für Neurofeedback Dr. Göhmann ist oberärztlicher Leiter der Schmerztagesklinik Traunstein und wendet Bio- und Neurofeedback u. a. für Schmerzpatienten an. Sein Tätigkeitsbereich umfasst die curriculare Gestaltung der Ausbildung, Qualitätssicherung, sowie die wissenschaftliche Unterstützung bei Forschungsarbeiten mit unseren Kooperationspartnern.Klinikum Traunstein
Dr. med. Heinz-Dieter Göhmann
Klinikum Traunstein
Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
Cuno-Niggl-Str. 3
83278 Traunstein

Dr. Dr. Manolo Beelke
·         Ausbildung als Neurologe mit Schwerpunkt in klinischer Neurophysiologie
o    Universität Genua und Universität Bologna
Zertifizierter Experte in Schlafmedizin
·         17 Jahre Erfahrung in klinischer Forschung
o    mehr als 30 Publikationen
o    mehr als 40 Studien designed und durchgeführt
o    Review und Mentoring in mehr als 300 Studien
o    Forschungsschwerpunkte: Epilepsie, Schlafmedizin, Multiple Sklerose
·         Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für EEG-Neurofeedback IFEN



Ruth Kreider, BCIA BCN-EEG
·         
zertifiziert durch die Biofeedback Certification International Alliance BCIA für Neurofeedback
·         Ausbildungen bei Dr. Robert Thatcher,  Dr. Thomas Collura, Dr. Joel Lubar, John Demos, Dr. Wolfgang Keeser, Dr. Mark L. Smith u.v.a.
·         Mitglied bei:
o    ISNR - International Society for Neurofeedback and Research
o    BCIA - Biofeedback Certification International Alliance
o    Sigma Theta Tau, International Honors Society for Nursing
·         1980-1985 Bethel College, KS, USA, Bachelor of Science in Nursing
·         1986-1989 Neuro- und Chirurgische Intensivkrankenschwester, University Hospital of Minnesota, USA
·         1989-1991 Grafik Design Studium, Basel, Schweiz
·         Seit 1991 Selbständige Grafikdesignerin, Autorin
·         2009 Beginn mit Neurofeedback - Ausbildung bei Akademie für Neurofeedback
·         Seit 2011 tätig als Neurofeedbacktrainerin in der Pediatrischen Praxis Dr. Stöckl-Drax, Gauting
·         Seit 2013 tätig als Neurofeedbacktrainerin in der Praxis für Ergotherapie, Thomas Feiner
·         Seit 2013 tätig in der praktischen Ausbildung und Dozentin für Neurofeedback-Seminare beim Institut für EEG-Neurofeedback (IFEN), München



Donnerstag, 2. Februar 2017

Informationen über Neurofeedback

Informationen über NEUROFEEDBACK


http://www.nib-troisdorf.com/wp-content/uploads/2013/06/das-warnke-verfahren-zur-therapie-von-lese-rec.pdf

https://youtu.be/VzQoLg-FKBQ

https://youtu.be/LWGTExIAqik

https://youtu.be/GNTUdH4sZ5I

https://youtu.be/6AmJVbwQok4

https://youtu.be/SYrSO3p4pfw

https://youtu.be/DH9VvlXT7Aw

https://youtu.be/xv_0C-crbqY

Tips zum Neurofeedbacktraining Bähr/Thompsons

TIPS zum Training: Heinz-Werner Bähr/Thompsons

Erfahrungsgemäß sind einfache Bildschirme für Kinder gut.
Es muss eine Herausforderungssituation geschaffen werden. Mittel dazu sind die angezeigten Punkte und die Token. Gut ist es, die Bildschirme in den nächsten Sitzungen bei zu behalten.
So wenig Wechsel wie möglich, aber Möglichkeiten zum Vergleich mit früheren Ergebnissen ermöglichen

Elektrodenpositionen:

a: Training an Fz, Cz, Pz oder FCz CPz führt dazu, dass auch an anderen Positionen des 10/20 Systems Theta/Beta Ratios sinken.
Lubar 1997
b: ADHS Training Beginnen an Cz, Referenz am linken Ohr, Grund rechte Seite am Ohr.
Später: aktiv an F3, Referenz an rechtes Ohr
c: Sound Feedback:
Töne werden oft gebraucht, um Erfolge anzuzeigen. Man kann die Belohnung so einstellen, dass der Ton erst zu hören ist, wenn das Erfolgskriterium lange genug gehalten wird.
Dauernde Musik kann so eingestellt werden, dass der Klient immer seine Lieblingsmusik hört, wenn er im eingestellten Bereich ist.

Transfer durch klassisches Konditionieren.

Nach 20 Minuten reinem Neurofeedbacktraining, bei dem die Bildschirme so gewählt wurden, dass ein eindeutiges Ziel des Trainings vorgegeben ist, Lernaufgaben ins Training einbauen. Dabei wird das visuelle Feedback ausgeschaltet und auditives Feedback gegeben.
Es kann auch versucht werden, den Klienten einen bestimmten Bewusstseinszustand ohne Feedback herstellen zu lassen. Man beobachtet dabei am eigenen Monitor, ob es dem Klienten gelingt
1 Phase: Operantes Konditionieren
Beginnen mit einem einzelnen Frequenzbereich, der trainiert wird.
Z.B.: Theta runter. Feedback: eine einfache Grafik, z.B. die Waage.
Ziel ist es, dem Klienten erste Erfahrungen zu ermöglichen.
erst dann: zweite Frequenz z.B. SMR einüben. Dann erst zu komplexeren Bildschirmen schwenken.
PS: Selbsterfahrung des Trainers, die dem Klienten vermittelt werden kann, ist sinnvoll
Transfer?
Indem man dem Klienten ein Bild des Trainingsbildschirms kopiert und mit nach Hause gibt.
oder
Man verbindet das operante Konditionieren mit klassischem Konditionieren, indem man während des Neurofeedbacktrainings Denk-und Lernaufgaben in den Ablauf einbaut
z.B. Orthofix, ADS Blätter, Intelligenztests, Leseaufgaben, metakognitive Aufgaben oder ähnliches.
Während des Assessments, das vor jeder Trainingsstunde stattfindet, dem Klienten erläutern, was er sieht.
Ziel ist die Einbindung des Klienten in den ganzen Prozess des Trainings.
Punktetabellen erstellen, die über jede Stunde geführt werden.
Erfolge unmittelbar mit Token belohnen. Token können irgendwann eingetauscht werden.
Anreize setzen, die auch schwer zu erreichende Ziele lohnend werden lassen. Z.B.: Die Möglichkeit einen größeren Preis durch langes Daraufhinarbeiten zu erlangen
Das Training in 5 Minuten Sektionen einteilen. Kurz stoppen (ohne Speichern). Die Statistikwert erscheinen nach jedem Stopp. Diese werden in Excel gespeichert. (Maustaste drücken, über Statistikfeld ziehen, STRG plus C drücken. Excel ist geöffnet in Taskleiste. Anklicken. Ins Feld klicken und STRG plus V drücken.)
Eingestellte Statistikwerte erscheinen in Excel.
Werte: wie: Theta/Beta Ratio dem Klienten zeigen.
Erklären: Hier hast du das gut gemacht, du hast dich verbessert, oder eben nicht. Immer positiv bleiben

EEG

a: Bei kleinen Kindern ist die langsame Aktivität normal.
Sie entspricht dem Verhalten: innerer Fokus, Leben in einer Traumwelt
b: Delta Aktivität frontal ist beim Erwachsenen ein Zeichen für eine Störung der Hirntätigkeit

NORMALE UND ABWEICHENDE HIRNFREQUENZEN

Alpha:
1 Normalerweise ist Alpha rechtsseitig stärker.
2 Alpha sollte höher als 8 Hz sein. Wenn es immer bei 8 Hz bleibt ist das auffällig.
3 Eine abweichende Alphafrequenz zwischen den Hirnhälften um mehr als 1 Hz ist auffällig und zwar in der Hirnhälfte mit der niedrigeren Alphaamplitude.
4 Alpha sollte in hinteren Kopfregionen stärker sein als vorne.
5 Wenn Alpha frontal höher ist als hinten, dann ist das auffällig
6 Alpha wird geblockt, bei geöffneten Augen. Das Ausbleiben einen Veränderung beim Augen öffnen oder schließen ist auffällig.
7 Alpha steigert sich, wenn jemand müde wird und Theta ansteigt.
Beta:
Beta ist fast immer ein Zeichen für normale Hirnfunktion.
1 Asymmetrie von Beta zwischen den Hirnhälften sollte nicht größer als 35 % sein. Wenn der Unterschied größer ist, ist die Hirnhälfte mit dem niedrigeren Betaamplituden auffällig.
Theta:
1 Langsame Aktivität steht für geringe Aktivierung.
Große Neuronenverbände feuern gleichzeitig, das zeigt sich im EEG als eine energiereiche langanhaltende Amplitude. Generiert werden Theta Wellen vom Thalamus.
Wichtig: die Ratio: Theta/Beta
An Cz bei Kindern mit Procomp gemessen ist eine Ratio über 3 leicht auffällig, ab 4 sehr auffällig
Stermans Hypothese über Theta frontal:
Geringer Blutfluss und metabolische Aktivität zu den Zellen des frontalen Cortex inklusive des motorischen Cortex in der Layer VI der inhibitorischen Zellen des Putamen bringen Zellen des Thalamus dazu Theta Frequenzen zu stimulieren. Dieses Theta zeigt sich im EEG. Die Substantia Nigra würde die Inhibition von Regionen des Thalamus verstärken und damit Theta produzieren.
Das Training würde also diese Inhibition aufheben
Delta:
1: Könnte ein Artefakt sein (Blinzeln)
2: Ansonsten immer auffällig
Grundsätzlich
1 Das EEG sollte beim Rechtshänder links schneller sein, als rechts und vorne schneller als hinten.-
Psychische Störungen und deren Zuordnung zu Hirnregionen:
1 Erkennen von Gefühlen (problematisch bei Asperger) rechte Hirnhälfte
2 Prosodieprobleme: rechter Temporallappen (Morrow, 1981)
3 Euphorie und Stimmungslabilität: rechter Frontallappen
4 Verleugnung von linksseitigen Problemen: Schädigung der rechten Hirnhälfte
5 Depressionen: Schädigung der linken Hirnhälfte
Linke Hirnhälfte:
Agnosien = Unfähigkeit Dinge zu erkennen
Anomien = Unfähigkeit Dinge zu benennen
Parietale Störungen: Integration sensorischer Informationen und Körperwahrnehmung
Lesionen können zum Neglect von Körperteilen und Dingen der Umgebung führen
Apraxien:
Störungen des Frontallappens, des Parietallappens und des Corpus Callosum können zur motorischen Apraxie führen
Apraxie meint hier die Unfähigkeit erlernte Bewegungsmuster auszuführen.
Das Nicht Erkennen Können von geometrischen Figuren wird Lesionen im rechten Parietalen Cortex zugeschrieben
Störungen der linken Parietallappens führen zu rechts/links Problemen, Agraphie, Akalkulie, Aphasie und Agnosie
Störung des rechten Parietallappens führen zu Problemen beim Zeichnen, zur konstruktiven Apraxie (Unfähigkeit Dinge zu konstruieren.) und zur Verleugnung von Defiziten.
Beidseitige Störungen führen zum Balint Syndrom.
Das Bálint-Syndrom ist ein seltenes neurologisches Syndrom. Es beschreibt eine schwere räumliche Aufmerksamkeits- und Orientierungsstörung [1] und besteht aus
Optische Ataxie: Unfähigkeit zielgerichteter Hand- bzw. Greif-Bewegungen unter Kontrolle der Augen.
Okuläre Apraxie: Unfähigkeit zielgerichteter Blickbewegungen mit den Augen.
Simultanagnosie: Extreme Einengung der visuellen Aufmerksamkeit auf einzelne Teilaspekte komplexer Bilder, sodass diese nicht im Ganzen aufgefasst werden können [2].
Alle Hirnregionen kommunizieren unentwegt mit den frontalen Hirnregionen, die sozusagen als Firmenleitung betrachtet werden können. (Kontrollfunktion)
AD(H)S Kinder zeigen oft Sprachprobleme, Leseprobleme und Rechtschreibprobleme. Diese Probleme resultieren aus:
1 Problemen der linken Hemissphäre.
Das Training an verschiedenen Stellen des linken Cortex (Herauftrainieren von Beta, Heruntertrainieren von Theta!) führt oft zu Verbesserungen der Sprachentwicklung und zu einer Reduktion von Artikulationsproblemen. Außerdem verbessert sich die Lesefähigkeit
Die Elektrodenposition sollte in der Nähe von C3 liegen, wenn es Probleme mit der expressiven Sprache gibt.
Bei Leseproblemen sollte eher eine Region etwas weiter hinten
am Wernicke Areal liegen
Wernicke Areal:
Wichtig, um Sprache zu verstehen.
Wenn es dort Probleme gibt, wird die Sprache flüssig sein bei guter Grammatik, aber die Person spricht Nonsens, indem z.B. ungewöhnliche oder unpassende Wörter verwendet werden.
Diese Personen haben auch Schreib- und Leseprobleme.
Probleme bei der Analyse von Wortbedeutungen stammen ebenfalls aus der Nähe des Wernicke Areals und sind dort zu trainieren.
Probleme der Verbindung zwischen auditivem Cortex und Wernicke Areal führen zu Problemen, Wortbedeutungen zu verstehen, obwohl das Wort gehört wird. Dabei ist die Lese-Rechtschreibfähigkeit unauffällig.
Störungen der Verbindung zwischen Broca und Wernicke Areal, führen zu Schwierigkeiten Sätze zu wiederholen, die komplexer sind als einzelne Wörter oder Phrasen
Eine überaktivierte Verbindung zwischen Wernicke und Broca Areal führt zur Echolalie.
Defekte der Broca Region führen zu Artikulationsproblemen.
Defekte zu den assoziierten Regionen um das Broca Areal führen dazu, dass die Person sowohl versteht, als auch weiß, was sie sagen will, aber nicht in der Lage ist, es zu formulieren. Es kommt zu Wortwiederholungen, zum Verlust des Sprachflusses und zum so genannten Telegrammstil
Parietale Regionen z.B. Pz können trainiert werden, wenn der Klient Probleme hat, Wörter zu visualisieren und visuell zu erkennen.
Die linke Hirnhälfte dieser Region ist wichtig für das Lesevermögen. Störungen führen zur Alexie und Agraphie.
Störungen der Verbindung zwischen dem hinter dem Wernicke Areal liegenden Angularen Gyrus und dem linken visuellen Cortex Position o1 führen dazu, dass der Klient nicht leise lesen kann, wohl aber laut.
Training: entlang der Verbindung
1 Die Ursache der LRS wird von den NFB Autoren eingeteilt in auditive Probleme hier phonologische Defizite und morphologische Probleme (Probleme Wortbilder zu erkennen)
Auditive Probleme sollten an F3 und F5 oder bipolar an F3-P3 oder F7 P7 trainiert werden
Visuelle Probleme sollten an P3 und P5 und bipolar an F3-P3 oder F7-P7 trainiert werden.
In beiden Fällen: Anheben von Frequenzen 16-20 Hz und Heruntertrainieren von Theta oder Talpha (3-7Hz)
2 Zwangsstörungen: Elektrodenpostion F3,FzF4 und Pz, Ziel ist es sehr hohe Beta Frequenzen (größer als 22 Hz) herunter zu trainieren.
Alternativ:
Rechte Hirnhälfte Beta reduzieren und hohe Alpha 10-12 Hz verstärken.
Oder
Heruntertrainieren von 21-34 Hz an einem Punkt zwischen Fz und Cz, Anheben von 11-15 Hz an C4 und P4
3 Tourette: Anheben von SMR (13-15Hz) und Heruntertrainieren von Theta an C4. C3 und Cz geht auch
Training BFB NFB
Trainings Ziel: Relaxed
Temperatur rauf, Puls runter, Atmungsrate runter, EMG runter EEG 20-23 Hz runter
Ziel: Wach
Anhebung der EDR, Anhebung 12 Hz und 15-18 Hz
Ziel: ruhig
SMR rauf, High Beta runter, Hauttemperatur rauf, Atemtraining, EMG runter Puls runter RSA bei 6 Atemzügen rauf
Aufmerksam:
11-13 Hz hoch
Reflektiert:
11-13 Hz rauf, 15-18 Hz rauf, Theta zeitweise rauf !
Konzentriert:
Theta senken, Beta rauf
Konzentriert und kreativ
16-18 Hz hoch, linksseitig 11-13 Hz hoch, zeitweise 4-8 Hz runter
Senken von Angst und Anspannung: 20-23 Hz runter
Senken von Gedankenrasen und Grübeln: 24-34 Hz runter
Relaxt und offen: 11-13 Hz hoch
Ruhig, reflektiert: 13-15 Hz hoch
Konzentriert bleiben: Theta und Low Alpha runter
Trainingsbänder:
11-13 Hz: entspannte, offene Wahrnehmung. Bei Athleten: schnelle Reflexe mit sicherer Reaktion.
Wenn Klienten viel nachdenken und sich sorgen findet man niedrige Frequenzen zwischen 11 und 15 Hz und hohe Aktivität zwischen 21-32 Hz.
Sinnvoll: Absenken der Ratio von 21-32 Hz zu 11-15 Hz
Hochtrainieren von Alpha 10-12 Hz und SMR
Klienten, die schnell geistesabwesend werden und die beim Lesen gedanklich abschweifen könnten sehr hohe Alpha Frequenzen haben, bis 14 Hz. Bei solchen Klienten nicht SMR trainieren sondern die Frequenzbänder höher ansetzen, z.B. 15-18 Hz
Für ein entspannte Wachheit bei Kindern, die nicht an ADHS leiden trainiert man High Alpha 12 Hz hoch. Das funktioniert gut bei Sportlern
SMR Training führt zu einem Absinken der Hyperaktivität. Der Klient wird ruhiger und denkt nach, ehe er handelt.
Auch bei emotionaler Labilität ist ein Effekt da. SMR Training wird auch bei Schmerzzuständen und Fibromyalgie angewendet.
Das Training erfolgt in der Regel an Cz oder C4
Alle eben genannten Gehirnwellen stammen von unterschiedlichen Generatoren. Sie repräsentieren verschiedenen Bewusstseinszustände. Alle liegen ungefähr im gleichen Frequenzbereich. Aber Selbstregulation ist immer wirkungsvoll.
Vorsicht:
Viele Klienten schalten ab in Alpha. Dieses Alpha kann auch bei 12-15 Hz liegen. Wir wollen nicht das Abschalten verstärken, also bitte das Roh EEG beobachten
Vorsicht:
Begrenzung von langsamen Wellen 3-5 Hz ist sinnvoll. Diese Frequenz wird aber auch beim Blinzeln erzeugt. Wenn Blinzeln bei dem Klienten diese Frequenz erhöht, dann 7-9 Hz begrenzen.
Beta 16-20 Hz
Elektroden an Cz, C3 oder F3 wenn 16-20 Hz hochtrainiert werden. Beta Training sollte angewendet werden bei ADS, also ohne Hyperaktivität. Erste Wahl ist es bei lethargischen und wenig wachen Klienten. Es sollte linksseitig hochtrainiert werden bei Lernschwierigkeiten. Auch bei Klienten mit düsterer Stimmung ist es sinnvoll
13-15 Hz ist über C Regionen SMR, ansonsten Low Beta. Beta 13-15 Hz hat eine andere Wellenform und wird von anderen Generatoren erzeugt. Es kann Kopfarbeit anzeigen.
Rechtsseitiges Beta Training liegt bei maximal 16 Hz, weil zu hohe rechtseitige Beta Aktivität Depressionen erzeugt.
Bei Asperger Klienten kann an T6 Low Beta trainiert werden
Auch hilfreich bei Asperger
Senken der dominant langsamen Frequenz rechtseitig und Hochtrainieren von 13-15 Hz
Noch einmal: Zum Absenken von Impulsivität und um Nachdenken vor dem Handeln zu erzeugen:
Hochtrainieren von SMR an C Regionen
Um Konzentration anzuheben senken wir die dominant langsame Frequenz (Assessment) Normalerweise: 3-10 Hz
Um Spitzenleistung zu trainieren oder große Wachheit und einen ruhigen, körperbewussten Zustand zu erzeugen:
11,5-13,5 Hz hochtrainieren.
Mentale Flexibilität ist erwünscht, also Wechsel zwischen den Frequenzen einüben
Um die Fähigkeit Probleme zu lösen zu verbessern, trainieren wir 15-18 Hz, 16-19 Hz oder 16-20 Hz hoch. Ein Versuch kann auch mit 39-41 Hz gemacht werden, dem Bindungsrhythmus.
Angst und Gedankenrasen mit erhöhter Anspannung trainieren wir, indem wir 24-35 Hz herunter trainieren und auch nach Frequenzen über 36 Hz schauen
Die hohen Beta Frequenzen verschwinden, wenn SMR gesteigert wird. Es sollte ergänzend Biofeedback eingesetzt werden.
¨Über EEG Wellen organisiert das Gehirn eigenen Aktivitäten
Trainiert man diese Rhythmen, so schult man das Gehirn in seiner Grundfunktion bei der Kontrolle und Regulation von Funktionen.“
Zweites Standbein des EEG Trainings:


Was misst ein EEG?
Das EEG Gerät misst die Differenz des elektrischen Potentials zwischen zwei auf der Haut des Kopfes angebrachten Elektroden.
Die Elektroden messen die elektrische Aktivität von Pyramidenzellen im Gehirn
Die Maßeinheit für die Frequenzen ist Hz (Vorkommen in der Sekunde)
Die Maßeinheit für Amplitudenmessungen ist Microvolt oder ein Millionenstel eines Volts
Pyramidenzellen sind elektrische Dipole.
Das EEG wird von synchroner Aktivität von postsynaptischen inhibitorischen und excitatorischen Potentialen großer Gruppen von Pyramidenzellen erstellt.
Die Pyramidenzellen formen eine Schicht von extrazellulären Dipolen
Die postsynaptischen Potentiale haben eine lange Dauer. Das EEG misst das Summenpotential unter der Oberfläche des Kopfes
Das EEG wird sich abhängig davon verändern, ob ein exzitatorisches oder ein inhibitorisches postsynaptisches Potential im Areal unter der Elektrode generiert wurde.
Jede Elektrode misst einen Sektor von 6 cm2 also ungefähr 6 Millionen Pyramidenzellen in Aktion.

Wo soll gemessen werden?
Thema: Lokalisation von Hirnfunktionen
Im Gehirn lassen sich bestimmte Fähigkeiten  lokalisieren. Sprache wird bei 80% der Menschen linksseitig   repräsentiert. Die Auswahl der Elektrodenposition ist nicht unerheblich.
In der Regel wird an Cz, C3 oder C4 trainiert, weil dort die Artefakte sehr niedrig sind.
Um ein individuelles Setting für den jeweiligen Klienten zu erstellen, kann es sinnvoll sein, vor Beginn der eigentlichen Therapie an verschiedenen Messpunkten das EEG 1 Minute zu messen und die Werte zu vergleichen.
Es bietet sich an, frontal an F3 F4 zu messen bei Aufmerksamkeitsstörungen oder Depressionen oder an C3 gegen C4.

Welche Gehirnwellen gibt es?
Delta
– Langsamstes Frequenzband von 0,5 bis 4
Schwingungen pro Sekunde
– Dominiert im Tiefschlaf
– Starkes Delta im Wach EEG ist ein Zeichen für ein verlangsamtes Gehirn, Müdigkeit, starke Unaufmerksamkeit
Theta
– 4-8 Hz
– Wichtiges langsames Frequenzband in vielen
Pathologien
– Assoziiert mit reduzierter Aktivität, Tagträumen, Unaufmerksamkeit, tiefer Entspannung
– Grundrhythmus bei herabgesetzter kognitiver
Aktivität
SMR (Senso-Motorischer-Rhytmus)
– 12-15 Hz
– nur messbar über dem Sensormotorischen
Kortex
– Assoziiert mit motorischer Ruhe und
Aufmerksamkeit
– Wichtig bei AD(H)S, Migräne, Epilepsie
Lo-Beta
– 15-19 Hz
– Wesentliches Frequenzband der aktiven
Informationsverarbeitung
– Bewusste Konzentration
Beta
– 19-23 Hz
– Frequenzband der aktiven
Informationsverarbeitung
– Bewusste Konzentration
– Höhere Konzentrationsleistung als
Lo-Beta
Hi-Beta
– Schnellstes Beta Band mit 23-27
Schwingungen pro Sekunde
– Assoziiert mit Stress, Anspannung, Hektik, Hyperaktivität, sehr Konzentrationsleistung
– Hoher Energieverbrauch des Gehirns
Gamma
– größer 30 Hz
– Top-Down Regulierung und Synchronisation von verschiedenen Hirnarealen
– Hohe Konzentration
– Lernprozesse
– Noch wenig erforscht

Auffälligkeiten bei AD(H(S
Typ 1: Langsame Delta oder Theta Aktivität frontal und zentral.
Typ 2: Alpha Aktivität frontal (Tuning Out des Gehirns)
Typ 3. Beta Spindeln frontal

Assessment:
Jede Stunde wird zuerst ein eine Minute dauerende Baseline gemessen, ein so genanntes Asessment. Dieses Assessment dient uns dazu, den augenblicklichen Zustand des Klienten zu erkennen und ein Setting für die Stunde zu erstellen.
Die Assesments werden mit der Angabe wo abgeleitet wurde, gespeichert, um Vergleichbarkeit herzustellen. Während des Assessments kann mit dem Klienten anfänglich eingeübt werden, was Artefakte sind und wie man sie verhindern kann. Die Reihenfolge der gemessenen Frequenzen ist wichtig. Da die Schädelkalotte tiefere Frequenzen stärker durchlässt als höhere Frequenzen, ergibt sich ein klares Bild. Die Frequenzen sollten wie die Orgelpfeifen von tief bis hoch angeordnet sein. Überall, wo Frequenzen aus der Reihenfolge ausbrechen, sollte das Trainingssetting angepasst werden. Die Wahl des Ableitungsortes richtet sich nach den Symptomen und nach dem gemessenen EEG an den vermuteten Ableitungspunkten. In der Regel kann aber auch an Cz, C3 oder C4 abgeleitet werden.
Vorteil: wenig Artefakte
Vorteil: Verbindung nach frontalen Hirnregionen
Vorteil: Verbindungen zu tiefer liegenden Hirnregionen
Vor jeder Ableitung den Impedanzcheck nicht vergessen.

Vermeiden von Artefakten.
Artefakte können entstehen durch Augenbewegungen, Schlucken, Muskelanspannung, Zähneknirschen, Kaugummikauen, schlechte Elektrodenposition (rutschen) äußere Bedingungen (zu heiß, zu feucht

Wie beginnt ein Training?
Erste Handlung:
Ein Assessment (Roh EEG) von 1-3 Minuten. Besprechen mit dem Klienten. Ziele erläutern, Artefakte erkennen und erläutern. Hilfreich ist eine im Sichtfeld der Kindes befindliche Grafik, die daran erinnert: bis 10 Hz schlecht, 12-20 Hz konzentriert und ruhig, 22-36 Hz ängstlich, gedankenvoll, sorgenvoll, Muskel angespannt. Bei ADHS Kindern oft sinnvoll: Vor dem Beginn eines Neurofeedbacktrainings mit einem Atemtraining ohne Elektroden zu beginnen
Wenn das Kind die Hand still hält, mit Verstärkern belohnen (Token).
Bei Erwachsenen: Das Roh EEG beobachten, ob der Klient aus der Konzentration geht. Dem Klienten das Verhalten unmittelbar spiegeln. Der Trainer sollte die gesamte Session beim Klienten bleiben.
Erst in der Phase des Generalisierens kann es Sinn machen, den Klienten allein zu lassen. Der Trainer sollte hinter dem Klienten sitzen, so dass   dieser den Monitor gut sieht.Der Klient kann sich eventuell besser konzentrieren  ohne Ton oder Bild. Das ist in Ordnung.
Aufgabe des Trainers:
Immer positiv bleiben. Assistieren, anfeuern, variieren, also immer Coach bleiben und manchmal auch Lehrer.Wichtig ist das Mitschwingen und Spiegeln von  Verhalten. Es muss eine Kommunikation zwischen Klient und Trainer sein, die zum großen Teil nonverbal ist. Eigenerfahrung hilft, mögliche Strategien zu vermitteln
Das beste Motto:
Du kannst den Wind nicht abstellen, aber Du kannst die Segel justieren.
Das heißt: die Basispersönlichkeit ist unveränderlich, aber der Klient erlernt eine neue Handlungsweise und Selbstregulation.
Die neue Handlungsstrategie erlaubt den Kindern ruhig und konzentriert bei Lernaufgaben zu bleiben.