Neurofeedback bei Autismus. Es gibt keine Studien zu diesem Thema, nur Einzelfallberichte. Ziel der behandlung ist es, die rechte Hirnhälfte, inklusive der Spiegelneuronen hochzutrainieren. Tatsächlich liegt eine messbare Dysfunktion frontaler und temporaler Bereiche vor. Ich habe mehrere Kinder mit Aspergerautismus mit unterschiedlichem Erfolg behandelt. Es ist eigentlich immer bei dem einseitigen Verhalten geblieben, das heißt, das Lesen fremder Emotion blieb erschwert und musste wie eine Fremdsprache gelernt und gedolmetscht werden. Die Kinder werden schnell zu Mobbingopfern oder auch Bossingopfern. Inklusion ist ein nettes Wort, lässt sich aber offensichtlich selbst bei kleinen Verhaltensbesonderheiten in den Schulen nicht durchsetzen. Ich habe einen Jungen von 14 Jahren, der wie alle Asperger Patienten ein guter Schüler mit hoher Intelligenz ist, der aber durch seltsam ritualisiertes Verhalten wie abgezähltes Aufzeigen auffällt und dem die Lehrer den Besuch beim Psychiater empfehlen, obwohl er ein guter Schüler und aus Prinzip (sic!) friedlich ist und sich gegen andere Menschen körperlich nicht wehren will (was aus diesen offensichtlich manchmal Bestien macht). Neurofeedback hat als SCP Training teilweise Besserung gebracht. Aber hier ist so viel eigene Persönlichkeit im Spiel, die einfach akzeptiert werden muss, dass keine Wunder zu erwarten sind, auch wenn manche Therapeuten und Eltern solches berichten.
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Montag, 14. September 2015
Neurofeedback bei Autismus
Neurofeedback bei Autismus. Es gibt keine Studien zu diesem Thema, nur Einzelfallberichte. Ziel der behandlung ist es, die rechte Hirnhälfte, inklusive der Spiegelneuronen hochzutrainieren. Tatsächlich liegt eine messbare Dysfunktion frontaler und temporaler Bereiche vor. Ich habe mehrere Kinder mit Aspergerautismus mit unterschiedlichem Erfolg behandelt. Es ist eigentlich immer bei dem einseitigen Verhalten geblieben, das heißt, das Lesen fremder Emotion blieb erschwert und musste wie eine Fremdsprache gelernt und gedolmetscht werden. Die Kinder werden schnell zu Mobbingopfern oder auch Bossingopfern. Inklusion ist ein nettes Wort, lässt sich aber offensichtlich selbst bei kleinen Verhaltensbesonderheiten in den Schulen nicht durchsetzen. Ich habe einen Jungen von 14 Jahren, der wie alle Asperger Patienten ein guter Schüler mit hoher Intelligenz ist, der aber durch seltsam ritualisiertes Verhalten wie abgezähltes Aufzeigen auffällt und dem die Lehrer den Besuch beim Psychiater empfehlen, obwohl er ein guter Schüler und aus Prinzip (sic!) friedlich ist und sich gegen andere Menschen körperlich nicht wehren will (was aus diesen offensichtlich manchmal Bestien macht). Neurofeedback hat als SCP Training teilweise Besserung gebracht. Aber hier ist so viel eigene Persönlichkeit im Spiel, die einfach akzeptiert werden muss, dass keine Wunder zu erwarten sind, auch wenn manche Therapeuten und Eltern solches berichten.
Sonntag, 13. September 2015
Weitere Beispiele. QEEG
Wir sehen ein mittels Neuroguide ausgewertetes EEG Mapping. Messung an 19 Ableitungspunkten.
Farben bedeuten: grün = Normalwert. gelb = Erhöhung, rot = starke Erhöhung, blau= Absenkung. Angegeben werden Standardabweichungen vom Mittelwert der in der Datenbank festgehaltenen Werte einer "Normpopulation", also von Menschen im gleichen Alter, aber ohne Symptome.
Die obere Reihe zeigt die Werte der absoluten Power, die zweite Reihe die gleiche Messung noch einmal in der relativen Power. Ganz unten sehen wir die Amplituden Asymmetrie. Die Linien zeigen Unterschiede der Zusammenarbeit an den verschiedenen Messpunkten in der Amlituden Asymmetrie, in der Kohärenz (nicht zu sehen) und in der Phase.
Die schematischen Darstellung der Köpfe erfolgt nach den Frequenzen. Erstes Bild: Delta Bereich, dann Theta Bereich, dann Alpha Bereich, dann Beta Bereich, danach High Beta Bereich. Die Gesamtdartsellung umfasst sehr viele Items. Diese erste Seite ist nur ein Beispiel für die Darstellung. Es handelte sich um einen Klienten mit deutlichen Aufmerksamkeitsstörungen und ausgeprägten Unruhezuständen,der zusätzlich an einer Migräne mit Sehstörungen litt.
EEG bei Aufmerksamkeitsstörung vor und nach der Therapie
Noch einmal die zwei Aufnahmen des Assessment bei einem 9 jährigen Jungen mit Aufmerksamkeitsstörung. Die Aufzeichnung wurde mit einem Procomp Encoder und der Software Infinity gemacht. Bildschirm Thompson: "Ready for clinical success" Suite.
Die erste Aufnahme wurde bei Trainingsbeginn gemacht. Ableitung an Cz. Der Bildschirm wurde bereits in einem August Post erklärt. Ganz oben sehen wir das Roh EEG. Die Amplitude und die Frequenz. Beim Infinity Softwaresystem wird das Roh EEG auf einer Skala gezeigt, die die Amplitudenstärke und die Frequenz besser sichtbar macht. Wir sehen sehr hohe Amplituden und ein eher langsames EEG. Die Geschwindigkeit wird in den 4 Zahlenangaben der Ratios sichtbar. Die Obere von 4.45 ist die Theta/Beta Ratio und ist ein Indikator für Aufmerksamkeitsstörungen (Monastra) Beim Infinity ist eine Ratio von 3.2 bei Kindern bis zehn Jahren noch relativ niedrig. Es gibt dann leichte Aufmerksamkeitsprobleme, aber in der Regel sind die Kinder noch nicht wirklich auffällig. Bei 4.45 ist aber in jedem Falle eine Auffälligkeit im schulischen Umfeld zu erwarten. Die zweite Ratio ist 3-7 Hz gegen SMR und ist ab 3.5 erhöht. Bei 5.04 haben wir es mit einem motorisch sehr unruhigen Klienten zu tun, der Probleme hat, sich zu fokussieren. Auffällig ist eine Erhöhung der Aktivität zwischen 28 und 30 Hz, sichtbar in den Zahlen weiter oben, die die Power in den Frequenzbändern angibt. Da der Schädel die Frequenzen unterschiedlich filtert weil tiefere Frequenzen dichte Materialien wie den Knochen leichter durchdringen, ergibt sich eine logische Reihenfolge der gemessenen Werte an der Kopfoberfläche von langsam zu schnell. Das macht eine Ersteinschätzung relativ leicht. 28-30 Hz ist eine sehr hohe Frequenz, die manchmal als Binding Rhythm beschrieben wird, die in diesem Falle aber Zeichen einer Überaktivierung ist, wobei man mit dem Klienten, wenn dieser kognitiv dazu in der Lage ist, durchaus ausprobieren kann, welches innere Verhalten diese Frequenz beruhigt oder steigert. Das Kind war äußerst unruhig. Nach dreißig Trainingssitzungen hatte sich das EEG verändert. Es gibt noch eine leichte Erhöhung höherer Frequenzen, aber die Ratios, die die Mittelwerte eines längeren Messzeitraumes als die Messzeiträume einzelnen Zahlenwerte der Frequenzbänder sind, zeigen, dass sowohl die Theta/Beta, als auch die 3-7Hz/SMR Ratio fast Normalwerte erreicht hat. Das Gehirn des Kindes arbeitet in einem erwachseneren Modus. Dementsprechend hatte sich das Verhalten des Kindes verändert. Aus einem unkonzentrierten wilden Zappelphillip war ein konzentriert arbeitender Junge geworden, der erheblich bessere Schulleistungen erbrachte und der auch zu Hause leichter zu handeln war.
Freitag, 4. September 2015
Thompsons Neurofeedback Book: wieder ein paar Zeilen. Ab jetzt gibt es immer wieder Fallbereichte.
Definition
Was ist einEEG?
Die Hirnzellen kommunizieren miteinander
mittels elektrischer Aktivität, zwischen Dendriten und Axonen. Botenstoffe,
sogenannte Neurotransmitter, werden an den Synaptischen Verbindungen
freigesetzt. Das Ganze ähnelt einer komplexen Stadt, deren Funktion von ihren
Stromleitungen abhängig ist. Diese Analogie greift aber zu kurz, denn das
Gehirn ist weit komplizierter. Jede der Milliarden Neurone besitzt tausende von
Verbindungen, obwohl festgestellt wurde, dass jeweils vier Synapsen jeweils
zwei Neuronen miteinander verbinden (Diese Feststellung entstammt einem
Interview für ein Lufthansa Magazin, das Ernst Pöppel, ein deutscher
Neurowissenschaftler, im April 2002 gegeben hat. Die Herkunft dieser Quelle
zeigt, wie populär die Neurowissenschaft inzwischen ist.) Vielleicht ist das
weltumspannende Telefonnetz eine geeignetere Analogie als die Stromversorgung
einer Stadt, weil das Telefonnetz über lokale, regionale und weltweite
Verbindungen verfügt (Diese Idee wird in Kapitel 6 und 7 noch einmal aufgegriffen)
Für die schnelle Kommunikation über weite Entfernungen benutzt das Gehirn
myelinisierte Fasern (weiße Substanz) ähnlich den Glasfaserkabeln in
Telefonsystemen, die die Sprachinformationen schneller leiten als normale
Kabel. Wir haben bis jetzt noch kein Äquivalent zur Sattelitenübertragung im
Hirnnetzwerk entdecken können, obwohl es möglich ist, dass ein solches noch
entdeckt wird, um Telepathie zu erklären - einem Phänomen, das Hans Berger zur
Erforschung der Hirnaktivität anregte.
Das Elektroenzephalogramm ist ein
Hilfsmittel, um die elektrische Aktivität im Gehirn zu entdecken und zu
verstärken. Das EEG misst die Potentialdifferenz zwischen zwei Messelektroden,
die auf der Kopfoberfläche unter Zuhilfenahme einer hochleitungsfähigen Paste
befestigt werden. Es werden 10-20 Pasten wie Elefix (oder One Step) benutzt,
manchmal aber auch Kochsalzlösungen. Die Elektroden messen die elektrische
Aktivität, die von speziellen Neuronen (Nervenzellen) produziert werden, den so
genannten Pyramidenzellen. Die Messergebisse werden Elektroenzephalogramm (EEG)
genannt., elektro, weil wir elektrische Aktivität messen (die
Potentialdifferenz zwischen der Aktivität beider Elektroden), enzephalo ist ein
Begriff, der das Gehirn meint und gramm bedeutet einfach. schreiben. Viele
klinische EEG Geräte benutzen weiterhin Stifte, die die Hirnwellen auf eine
schnell laufende Papierrolle schreiben. Die für das Neurofeedback benutzten
Geräte zeigen das Messergebnis auf einem Computermonitor. Es gibt auch die
Möglichkeit eine wellenförmige Aufzeichnung der Amplitudenhöhe darzustellen.
Verschiedene Hirnfrequenzen werden auf dem Papier oder dem Monitor dargestellt.
Die Maßeinheit für Frequenz ist Schwingung pro Sekunde oder Hertz (Hz), benannt
nach Heinrich Hertz, einem deutschen Physiker, der 1894 starb. Die amlitude
wird normalerweise in Mikrovolt gemessen, oder einem ein Millionenstel Volt. Die
verschiedenen Frequenzbänder korrespondieren mit unterschiedlichen mentalen
Zuständen, zum Beispiel, Alpha (8-12 Hz) zeigt einen Zustand innerer Ruhe an.
Warum
soll man sich mit dem EEG auseinandersetzen?
Ganz allgemein gesprochen ist das
EEG ein hilfreiches Instrument, die Hirnaktivität zu betrachten, weil es keine
invasiven Maßnahmen erfordert und eine hervorragende Beurteilung über einen
Zeitabschnitt ermöglicht. In dieser Hinsicht ist es den bildgebenden techniken
wie PET und SPECT überlegen, die dafür eine bessere räumliche Erfassung
ermöglichen. Durch das EEG erkennt man die EEg Veränderungen in jedem Moment,
das beinhaltet die Beurteilung ob bestimmte Areale aktiv sind oder im
Ruhezustand.
es gibt interessante
Forschungsergebnisse wie Brain Map Darstellungen der Hirnaktivität mit
diagnostischen Kriterien übereinstimmen. Studien bei unter Einbeziehung weißer
und schwarzer US Amerikaner, Skandinavier und Chinesen führten alle zu dem
gleichen Resultat. E. Roy John gab, beim jährlichen Treffen der Association für
Applied Psychophysiologhie im März 2000 einen Überblick über das Neuometrische
Verfahren, das er in seinen Brain Research Labs, am Departement of Psychiatry
an der Universität von New York entwickelt hatte. Seit dem Jahr 1973 benutze er
EEG Messungen um mithilfe seiner Kollegen und seiner Frau Leslie Pricheb Brain
Maps zu erstellen, indem er versuchte die Messdaten des EEG mithilfe
mathematischer Transformationen mit diagnostischen Kriterien in Zusammenhang zu
bringen. Das ist eine sehr mühsame Arbeit und sie führte zu 2008 Messwerte auf
ihrer Matrix, die die Elektrodenplatzierung auf Grund von Frequenzen
ermöglichen In der Präsentation der AAPB führten sie aus, dass ihre 82
diagnostischen Einteilungen mit 85-90% Sicherheit zutreffen und dass der Nutzen
darin besteht, die Behandlungserfolge mit großer Sicherheit vorauszusagen. Bei
älteren Menschen gibt es beispielsweise eine Trefferquote in der Unterscheidung
zwischen Depression und Demenz von 94%.
Diese Information hat eine große
Auswirkung auf die Behandlung, insbesondere auf die Art der medikation, die der
Psychiater seinem Patienten verschreibt. John und Prichep’s Neurometrische
Annäherung ist in der Lage mit 90% Sicherheit ADD Patienten von der
Normalpopulation zu unterscheiden. Ebenso können diese Forscher Responder und
Nonresponder in Bezug auf die Gabe von Stimulantien wie Methylphenidat
unterscheiden, selbst wenn sich deren Symptome gleichen. John merkte an, dass
die zu den Vorteilen des EEG auch gehört, dass die Ergebnisse der Messungen
wiederholbar sind und unbeeinflusst bleiben vom kulturellen Hintergrund des
Probanden.
Unter Benutzung eines ein Kanal
Settings mit der Elektrode an Cz, etablierte di der theta zu Beta Power Ratios
dass eine noch höhere Aussagekraft besitzt, wenn man ADHS Patienten von der
Normalpoulation unterscheiden will. (Monastra et al., 1998).
Während John and Prichep’s [L1] Entdeckungen hauptsächlich von
Psychiatern benutz werden, um die medikamentöse Behandlung zu lenken, ist es die tatsache, dass die
Hirnwellen die bei der Auswertzung des EEG als problematisch erkannt werden,
durch Neurofeedbacktraining verändert werden können. Diese veränderungen können
die Symptome verschwinden lassen oder die leistungsfähigkeit des Probanden
verbessern.
Hier noch einmal im Zusammenhang:
Sechs gute Gründe das EEG zu benutzen, sowohl zu diagnostischen Zwecken als
auch um das Gehirn zu beeinflussen und dadurch das Verhalten, durch einen
Lernprozess mittels operanten Konditionierens, der den Namen Neurofeedback
trägt.
Mentale Zustände können anhand des EEG erkannt werden
1 Unterschiedliche Frequenzbänder korrespondie- ren mit unterschiedlichen
mentalen Zuständen. Diese werden für jedes vordefinierte Frequenzband in
Kapitel III beschrieben (z.B. Theta 4-8Hz) Beispielsweise: Theta - nach innen
orientiert, müde, in Gedanken abtreibend, Erinnerungen wachrufend oder
visualisierend., Alpha - nach innen orientiert, kontemplativ, möglicherweise
tagträumend oder in einem meditativen Zustand .
SMR – ruhiger Zustand in dem der Klient verharrt ehe
er handelt. Beta - wach, Probleme lösend, oft nach außen orientierte Zustände.
2 Unterschiedliche Hirnwellenmmuster (wir sprechen hier über normale
Hirnwellen und keine krankhaften wie etwa die bei den Epilepsien.) geben
Hinweise auf das Vorliegen einer bestimmten Störung oder einem Syndrom. (hohe
Theta/Beta Ratio) kennzeichnet Personen, die an Aufmerksamkeitssyndromen leiden
(Monastra et. Al., 1998).
3 Sowohl Tiere als auch Menschen können mittels operanten
Konditionierens ihre Hirnwellenaktivität verändern. Die ersten Arbeiten zu
diesem Thema erschienen in den 60 er Jahren des letzten Jahrhunderts, als Barry
Sterman demonstrierte, dass Katzen einen bestimmten Frequenzbereich des Gehirns
Anheben oder Verstärken konnten, den SMR oder sensomotorischen Ryhthmus, der
bei 12-15 Hz liegt, wobei diese Veränderung der Hirnwellenaktivität mit der
Reduktion des vom Kortex verarbeiteten sensorischen Inputs und einer Reduktion
der motorischen Unruhe einherging.
4 Sowohl Tiere als auch Menschen zeigen Verhaltensänderungen,
nachdem sie gelernt haben, durch operantes Konditionieren ihre
Hirnwellenaktivität zu beeinflussen. Wiederstammen diese Entdeckungen von
Sterman nun
Professor Emeritus am UCLA, bei Versuchen mit Katzen. Das operante
Konditionieren der Katzen funktionierte so, dass sie mit einem Gemisch aus Milch
und HühnerbrüheT belohnt wurden, wenn sie SMR produzierten. Die Katzen wurden durch
den angehobenen SMR Rhythmus ruhig, waren aber trotzdem aufmerksam Als man die
Bedingungen änderte und das Reduzieren von SMR trainiert wurde, lernten sie
auch das und wurden zu unruhigen Katzen Weitere Arbeiten bewiesen, dass das SMR
Training der Katzen diese unempfindlich für epileptische Anfälle machte. Nachdem
man begonnen hatte, dieses Training der SMR Frequenzen mit Menschen die an
Epilepsie litten durchzuführen, bemerkte man, dass sowohl die Anzahl als auch
die Stärke der Anfälle nachließ., dass aber zusätzlich die Symptome der
Hyperaktivität verschwanden. Das führte dazu, dass das Training auf hyperaktive
Kinder ausgedehnt wurde. Eine Arbeit, die in den letzten 35 Jahren durchgeführt
wurde und die zu dem Ergebnis führte, dass es Kindern möglich ist, die langsame
Hirnwellenaktivität im ThetaRhythmus zu senken und die schnelle Beta Aktivität
zu verstärken, was zu einer bemerkenswerten Verbesserung der Aufmerksamkeit und
einer reduzierten Impulsivität und reduzierten Hyperaktivität führte. Auch
andere Variablen veränderten sich, etwa die der allgemeinen Leistungsfähigkeit,
die Ergebnisse in traditionellen Intelligenztests, wie dem Wechsler
Intelligenztest für Kinder., aber auch in Continous Performance Tests, die die
Daueraufmerksamkeit prüfen und in den Schulleistungen. Die Arbeit mit Athleten
zeigte, dass anhand des EEG zwischen Hochleistern und Athleten mittleren
Niveaus eindeutig differenziert werden konnte. (Landers, 1991). Vielversprechend
scheint die Arbeit an der Verbesserung der Leistungsfähigkeit von
Hochleistungssportlern zu sein.
5 Brain
Maps, die Ableitungen an 19 Positionen ermöglichen können dabei helfen,
psychiatrische Symptome zu erkennen und einzugrenzen. Brain Maps. E. Roy John von der New York
University hat dazu viele Studien verfasst. Brain
Maps helfen dabei, die Wirkung einer Medikation vorauszusagen. Beispielsweise ist es so,
dass bei Menschen, die einen Exzess von Alpha Aktivität zentral aufweisen (über
dem Cingulate Gyrus) zu 80 Prozent an einer Zwangsstörung leiden, die mittels
SSRIs behandelt werden kann. Bei Patienten mit einer Zwangsstörung, die zentral
erhöhte Theta Werte aufweisen, reagieren nur 20% auf die Medikamentengabe mit
einer Verbesserung der Symptome. Richard Davidson (1998) entdeckte, dass
depressive Menschen eine veringerte Hirnaktivität im linken Frontallappen
aufwiesen (erhöhte Alphawerte) Elsa Baehr und Mitzarbeiter zeigten, dass
depressive Patienten von einem EEG Training mittels operanten Konditionierens
deutlich profitieren können. (Baehr, Rosenfeld, Baehr & Earnst, 1999).
6 Brain Maps an
19 Ableitungspunkten können Kommunikationverbindungen zwischen verschiedenen
Hirnarealen darstellen. Die Ausdrücke, die für diese Art der EEG Messung
gebräuchlich sind, sind Kohärenz und Komodulation. Wie bereits erwähnt, können die Messdaten
einer 19 Kanal Aufzeichnung mit den Werten einer normativen Datenbank verglichen
werden. Datenbanken wurden von E. Roy John, Frank Duffy, Robert Thatcher,
William Hudspeth, M. Barry Sterman, Yuri Kropotov, James Thompson and David
Hagedorn entwickelt. Statistische Vergleiche können eine zu geringe oder zu
große Kommunikation zwischen verschiedenen Hirnarealen nachweisen. Diese
Information kann dann dazu genutzt werden, ein Training auszuarbeiten, das dem
Klienten hilft, die Symptome der unterschiedlichsten Störungen zu überwinden. Kohärenz
Training sollte als wirksames Mittel bei leichten Hirntraumata in die engere
Wahl rücken. Das Ziel ist es immer, ein Training auszuarbeiten, das das EEG
normalisiert. Mentale Zustände können durch Neurofeedbacktraining geändert
werden. Diese Veränderung kann das Ziel haben, das EEG zu normaliseren oder den
Klienten zur Erbringung von Höchstleistungen zu pushen.
Ziel: Normaliserung des EEG
Operantes Konditionieren kann das EEG eines
Klienten normalisieren, wenn das EEG Training einen mentalen Zustand der
relaxt, ruhig, reflektiert, wach und fokussiert ist, anstrebt, und zwar durch
eine angemessene Abstufung von Annäherungen. Diese Veränderungen sollten die
Symptome der ADHS verschwinden lassen und die Symptome einer Epilepsie mildern.
Tatsächlich gehört Neurofeedback zu den bevorzugten Behandlungsmethoden dieser
zwei Auffälligkeiten. wie man im Abschnitt über Biofeedback auf der Gesundheitswebseite
des Nationalen Institutes für alternative und komplementäre Medizin nachlesen
kann. Neurofeedback kann ebenfalls Symptome von Angst, Depression, Sucht, Bewegungsstörungen
wie Parkinson und Hirntraumata mildern. Es könnte Schwierigkeiten im
Sozialverhalten, wie sie bei Aspergerstörungen oder beim High Function Autismus
vorkommen, mildern, obwohl es in dieser Hinsicht noch wenig publizierte Literatur
gibt.
Ziel: Optimale
Leistung
Operantes Konditionieren
des EEG (Neurofeedback) kann einen Sportler und Geschäftsmann zu seinem optimalen
Leistungsvermögen führen, sowohl bei geistigen als auch bei körperlichen
Herausforderungen. Aber auch hier gilt, es bedarf noch weiterer Publikationen.
Es gibt ermutigende Resultate aus Studien wie der von John Gruzelier’s zur
Verbesserung der Leistungen von Musikern insbesondere was den interpretierenden,
emotionalen Aspekt der Leistung betraf.
Dienstag, 1. September 2015
Neues Kapitel: Neurofeedbackbuch von den Thompsons 2015
Kapitel II
Entstehung
des Elektroenzephalogramm (EEG)
Bitte erinnern sie sich während des Folgenden daran, dass, trotz allen Wissens über das Gehirn, das man in Fachbüchern und Artikeln findet, das derzeitige Wissen über die Funktionsweise des Gehirns in etwa dem entspricht, was Galilei über Astronomie wusste.
Es gab viele Durchbrüche in den Neurowissenschaften, speziell in der Dekade des Gehirns in den 90 er Jahren des letzten Jahrhunderts, aber das Feld steckt in gewisser Weise immer noch in den Kinderschuhen. Nichtsdestotrotz ist das, was wir zu verstehen beginnen, faszinierend und vieles davon ist wichtig für das Praktizieren von Neurofeedback. Die Entdeckung der Neuroplastizität ist eine dieser erstaunlichen Entdeckungen. Es ist nicht nur so, dass wir unser Leben mit einer Ausstattung von Milliarden von Neuronen beginnen, sondern unser Gehirn ist in der Lage, während unseres ganzen Lebens neue Neuronen zu bilden und neue Verbindungen zwischen bestehenden Neuronen wachsen zu lassen Um eine interessante und lesenswerte Zusammenfassung der Hirnfunktionen des alternden Menschen zu erhalten, empfehle ich die Lektüre des Buches: "Altern mit Würde", in dem David Snowdon eine verständliche Zusammenfassung der Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet, bekannt unter dem Titel: Nun Study (Nonnenstudie, Die Nonnenstudie (englisch Nun Study, auch Minnesota nun study) ist eine Längsschnittstudie (Longitudinalstudie) über das Altern) Neuroplastizität wird auch von Norman Doidge (Doidge, 2007, 2015[M1] ) erforscht.
Definition
Was ist ein EEG?
Die Hirnzellen kommunizieren mittels elektrischer Aktivität zwischen Dendriten und Axonen. Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter, werden an den synaptischen Verbindungen freigesetzt. Das Ganze ähnelt einer komplexen Stadt, deren Funktion von ihren Stromleitungen abhängig ist. Diese Analogie greift aber zu kurz, denn das Gehirn ist weit komplizierter. Jede der Milliarden Neuronen besitzt tausende von Verbindungen. Obwohl festgestellt wurde, dass jeweils nur vier Synapsen jeweils zwei Neuronen miteinander verbinden (Diese Feststellung entstammt einem Interview für ein Lufthansa Magazin, das Ernst Pöppel, ein deutscher Neurowissenschaftler, im April 2002 gegeben hat. Die Herkunft dieser Quelle zeigt, wie populär die Neurowissenschaft inzwischen ist.) Vielleicht ist das weltumspannende Telefonnetz eine geeignetere Analogie als die Stromversorgung einer Stadt, weil das Telefonnetz über lokale, regionale und weltweite Verbindungen verfügt (Diese Idee wird in Kapitel 6 und 7 noch einmal aufgegriffen) Für die schnelle Kommunikation über weite Entfernungen benutzt das Gehirn myelinisierte Fasern (weiße Substanz) ähnlich den Glasfaserkabeln in Telefonsystemen, die die Sprachinformationen schneller leiten als normale Kabel. Wir haben bis jetzt noch kein Äquivalent zur Sattelitenübertragung im Hirnnetzwerk entdecken können, obwohl es möglich ist, dass ein solches noch entdeckt wird, um Telepathie zu erklären - einem Phänomen, das Hans Berger zur Erforschung der Hirnaktivität anregte.
Das Elektroenzephalogramm ist ein Hilfsmittel, um die elektrische Aktivität im Gehirn zu entdecken und zu verstärken. Das EEG misst die Potentialdifferenz zwischen zwei Messelektroden, die auf der Kopfoberfläche unter Zuhilfenahme einer hochleitungsfähigen Paste befestigt werden. Es werden 10-20 Pasten wie Elefix (oder One Step) benutzt, manchmal aber auch Kochsalzlösungen. Die Elektroden messen die elektrische Aktivität, die von speziellen Neuronen (Nervenzellen) produziert werden, den so genannten Pyramidenzellen. Die Messergebisse werden Elektroenzephalogramm (EEG) genannt., elektro, weil wir elektrische Aktivität messen (die Potentialdifferenz zwischen der Aktivität beider Elektroden), enzephalo ist ein Begriff, der das Gehirn meint und gramm bedeutet einfach: schreiben. Viele klinische EEG Geräte benutzen weiterhin Stifte, die die Hirnwellen auf eine schnell laufende Papierrolle schreiben. Die für das Neurofeedback benutzten Geräte zeigen das Messergebnis auf einem Computermonitor. Verschiedene Hirnfrequenzen werden auf dem Papier oder dem Monitor dargestellt. Die Maßeinheit für Frequenz ist Schwingung pro Sekunde oder Hertz (Hz), benannt nach Heinrich Hertz, einem deutschen Physiker, der 1894 starb. Die Amplitude wird normalerweise in Mikrovolt gemessen, oder einem ein Millionenstel Volt. Die verschiedenen Frequenzbänder korrespondieren mit unterschiedlichen mentalen Zuständen, zum Beispiel, Alpha (8-12 Hz) zeigt einen Zustand innerer Ruhe an.
Warum soll man sich mit dem EEG auseinandersetzen?
Ganz allgemein gesprochen ist das EEG ein hilfreiches Instrument, die Hirnaktivität zu betrachten, weil es keine invasiven Maßnahmen erfordert und eine hervorragende Beurteilung über einen Zeitabschnitt ermöglicht. In dieser Hinsicht ist es den bildgebenden Techniken wie PET und SPECT überlegen, die dafür eine bessere räumliche Erfassung ermöglichen. Durch das EEG erkennt man die EEG Veränderungen in jedem Moment. Das beinhaltet die Beurteilung ob bestimmte Areale aktiv sind oder sich im Ruhezustand befinden.
Es gibt interessante Forschungsergebnisse bezüglich der Übereinstimmung von Brain Maps mit diagnostischen Kriterien. Studien unter Einbeziehung weißer und schwarzer US Amerikaner, Skandinavier und Chinesen führten alle zu dem gleichen Resultat. E. Roy John gab, beim jährlichen Treffen der Association für Applied Psychophysiologhie AAPB im März 2000, einen Überblick über das Neuometrische Verfahren, das er in seinen Brain Research Labs, am Departement of Psychiatry an der Universität von New York entwickelt hatte. Seit dem Jahr 1973 benutzte er EEG Messungen um, mithilfe seiner Kollegen und seiner Frau Leslie Pricheb, Brain Maps zu erstellen, indem er versuchte die Messdaten des EEG durch mathematische Transformationen mit diagnostischen Kriterien in Zusammenhang zu bringen. Das ist eine sehr mühsame Arbeit und sie führte zu 2008 Messwerten auf ihrer Matrix, die die Elektrodenplatzierung auf Grund von Frequenzen ermöglichen In der Präsentation der AAPB führten sie aus, dass ihre 82 diagnostischen Einteilungen mit 85-90% Sicherheit zutreffen und dass der Nutzen darin besteht, die Behandlungserfolge mit großer Sicherheit vorauszusagen. Bei älteren Menschen gibt es beispielsweise eine Trefferquote in der diagnostischen Unterscheidung zwischen Depression und Demenz von 94%.
Diese Information hat eine große Auswirkung auf die Behandlung, insbesondere auf die Art der Medikation, die der Psychiater seinem Patienten verschreibt. John und Prichep’s Neurometrische Annäherung ist in der Lage mit 90% Sicherheit ADHS Patienten von der Normalpopulation zu unterscheiden. Ebenso können diese Forscher Responder und Nonresponder auf die Einnahme von Stimulantien wie Methylphenidat unterscheiden, selbst wenn sich deren Symptome gleichen. John merkte an, dass die zu den Vorteilen des EEG auch gehört, dass die Ergebnisse der Messungen wiederholbar sind und unbeeinflusst bleiben vom kulturellen Hintergrund des Probanden.
Unter Benutzung eines ein Kanal Settings mit der Elektrode an Cz etablierten sich die Theta zu Beta Power Ratios, die eine noch höhere Aussagekraft besitzen um ADHS Patienten von der Normalpoulation zu unterscheiden. (Monastra et al., 1998).
Während John and Prichep’s [L2] Entdeckungen hauptsächlich von Psychiatern benutzt werden, um eine medikamentöse Behandlung in die richtige Richtung zu lenken, ist es die Tatsache, dass die Hirnwellen, die bei der Auswertung des EEG als problematisch erkannt werden, durch Neurofeedbacktraining verändert werden können, die die Neurofeedbacktherapeuten interessiert. Diese Veränderungen durch ein Training können die Symptome des Patienten beseitigen oder die Leistungsfähigkeit des Probanden verbessern.
Hier noch einmal im Zusammenhang:
Sechs gute Gründe das EEG sowohl zu diagnostischen Zwecken als auch zum Training der EEG Parameter und damit des Verhaltens zu nutzen Dieses Training mittels operanten Konditionierens von Hirnwellen, trägt den Namen Neurofeedback.
Mentale Zustände können anhand des EEG erkannt werden
Unterschiedliche Frequenzbänder korrespondieren mit unterschiedlichen mentalen Zuständen. Diese werden für jedes vordefinierte Frequenzband in Kapitel III beschrieben (z.B. Theta 4-8Hz) Beispielsweise:
Theta - nach innen orientiert, müde, in Gedanken abtreibend, Erinnerungen wachrufend oder visualisierend.,
Alpha - nach innen orientiert, kontemplativ, möglicherweise tagträumend oder in einem meditativen Zustand .
SMR – ruhiger Zustand in dem der Klient verharrt, ehe er handelt.
Beta - wach, Probleme lösend, oft nach außen orientierte Zustände.
[M1]Doidge, Norman (2015). The Brain’s Way of Healing. Viking Press. Must be added to reference list
[L2](they share the findings, they don’t have separate findings, which would require the possessive on both names)
Mittwoch, 26. August 2015
Neurofeedback bei Angststörungen von den Thompsons
Es ist möglich, dass verschiedene Begriffe im wissenschaftlichen Sprachgebrauch auf Deutsch anders verwendet werden. Ich bin kein Neurowissenschaftler und habe die Bücher, die zur Ausbildung dienten alle auf Englisch gelesen. Insbesondere die verschiedenen Netzwerke kenne ich nur mit der englischen Bezeichnung, die ich eingedeutscht habe. Der Übersetzer
Affektive Störungen
Depressionen, Angststörungen, Panikstörungen
(Das Folgende ist ein wenig schwierig zu verstehen. Es stammt von einem Text, der für professionelle Anwender geschrieben wurde. Wir am Biofeedback Institut von Toronto, halten es für gut, wenn unsere Klienten verstehen, was und warum sie eben so trainieren.)
Eine Kombnination von Neurofeedback (NFN) und Herz-Raten-Variabilitätstraining (HRV) wird beim Training affektiver Störungen bevorzugt.:
Am ADD Centre/Biofeedback Institute of Toronto wird sowohl ein Kanal als auch zwei Kanal Neurofeedback sowie 19 Kanal LORETA z-score Neurofeedback angewendet. Das Neurofeedbacktraining wird mit dem HRV Training kombiniert. Andere Biofeedback Möglichkeiten wie EMG, Temperaturtraining oder EDR Training werden je nach den Ergebnissen des Stresstests und der individuellen Ausgangslage beim jeweiligen Klienten, dem Training hinzugefügt. Alle Anwendungen werden den Ergebnissen der Eingangsmessungen angepasst. Konventionelles ein Kanal Training an FCz, das mit HRV Training kombiniert wird, hat sich als effektives Set Up für die meisten Klienten mit Problemen der Stimmung erwiesen. Zusätzlich war es uns möglich, modernere Neurofeedbackmethoden wie das LORETA z-score Neurofeedback als Ergänzung einzusetzen, was die Anzahl der Sitzungen, bis zum Erreichen eines guten Resultates deutlich verringerte.
Beim ein Kanal Training mit zusätzlichem HRV Training benutzen wir unterschiedliche Bildschirme. Der unten zu sehende Bildschirm wird von uns favorisiert, weil er einen Wettkampfcharakter hat, der den Klienten antreibt, das mittlere grüne Boot zum Sieg zu treiben. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Klient innerlich sehr ruhig und fokussiert sein, alle unnötigen Gedanken und Sorgen reduzieren, er muss sich entspannen und konzentrieren. Gleichzeitig wird vom Klienten verlangt, Synchronizität zwischen der Herzschlagfolge und dem Atemrhythmus herzustellen, während er Schulter- und Nackenmuskeln entspannt und die Handtemperatur erhöht:
Darstellung 2: Bildschirm für ein simultanes EEG und HRV Training
Weiter unten finden professionelle Anwender weitere Informationen:
Neuroanatomische Strukturen, die beim NFB plus HRV Biofeedback trainiert werden, mitsamt der zugehörigen neuronalen Netzwerke):
Ein neuronales Netzwerk besteht aus Gruppen von Neuronen, die eine funktionale Beziehung zueiander haben und die in Abhängigkeit voneinander agieren. Im Kortex finden sich diese Netzwerke in unterschiedlichen Brodmann Arealen, wie die Grafik zeigt.:
Eine Seitenansicht, die die Brodman Areale und die 10-20 Ableitungspunkte zeigt.
Die Darstellungen wurden dem The Neurofeedback Book (Thompson, M. &Thompson, L. (2003) entnommen. The Neurofeedback Book: An Introduction to Basic Concepts in Applied Psychophysiology, Wheat Ridge, CO: Association for Applied Psychophysiology). Figures by Thompson, M., Thompson, J., Wu, W. (Drawing by Amanda Reeves & Bojana Kenezevic)
Zur Erläuterung der Brodmann Areale, ihrer primären Funktion und ihrer Beziehung zum internationalen 10-20 System der Elektrodenplatzierung, gibt es ein Buch der Thompson’s, das auf der ISNR Webseite für 20 $, die als Spende für einen Forschungsfond dienen, gekauft werden kann.) Jedes Brodmann Areal (BA), kann im Hinblick auf seine primäre Funktion an unterschiedlichen neuronalen Netzwerken beteiligt sein. Ein Netzwerk dient der Synchronisierung weit verstreuter, aber funktional verbundener Neuronen des Neokortex. Netzwerke beinhalten kortikale/subkortikale Verbindungen (Thompson & Thompson, 2007). Das erklärt, warum NFB Anwender gute Trainingsresultate über einer singulären Elektrodenposition wie die an Cz erzielen konnten, die ja nicht nur den einen Punkt über einem Radius von 6 cm und 6 Millionen Neuronen trainiert, sondern auch im anterioren cingulären Kortex wirksam ist. Ein ein Kanal Training kann also einen Einfluss auf diverse neuronalen Netzwerke haben.
Der cinguläre Kortex befindet sich unter der Mittellinie (FZ, CZ, PZ) und ist an vielen Netzwerken beteiligt, inklsusive des exekutiven, affectiven, salienz und des default Netzwerks. Die Beeinflussung des cingulären Kortex während der aktiven Beteiligung des affektiven Netzwerks hat vermutlich einen indirekten Einfluss auf tieferliegende Hirnstrukturen, die ansonsten durch Oberflächen Neurofeedback nicht beeinflusst werden könnten.
Tiefere Hirnbereiche können alternativ mittels LORETA z-score NFB direkt trainiert werden. Dieses Training ist eine Variante des Frequenztrainings, die an 19 Kanälen oder Ableitungspunkten das EEG aufnimmt und mit Hilfe komplizierter mathematischer Berechnungen - der low electromagnetic tomography (Pasqual-Marqui et al., 1994; 2002) - eine Unzahl von Parametern gleichzeitig trainiert LORETA Mathematik dient dazu, Quellen des Oberflächen EEG zu lokalisieren. LORETA wird dazu benutzt, die Quelle dieser Oberflächenaktivität des Gehirns nicht nur zu lokalisieren sondern diese mittels LORETA z score Training auch zu trainieren. Mittels des z-Score NFB werden die Daten des Klienten automatisch mit den Messwerten einer großen Gruppe von gleichaltrigen Menschen verglichen, die keine Symptome aufweisen. Dr. Thompson entscheidet dann für sich, welche Areale, die in den Messungen außerhalb des Normbereichs liegen, einen Bezug zu den Hauptsymptomen des Klienten haben. Der Patient versucht dann die z Scores in das vom Trainer festgelegte z Score Fenster zu bewegen. Ideal wären 1,5 Standardabweichungen nach oben oder unten, doch dieses Trainingsfenster muss manchmal auch weiter gestellt werden. Man darf erwarten, dass 95% aller gleichaltrigen Menschen weniger als 2 Standardabweichungen vom Durchschnittswert für Amplitude, Kohärenz und Phase entfernt liegen. Unten zeigen wir eine Darstellung einer EEG Messung, die eine LORETA Analyse enthält.
Die Schichtaufnahmen sind axial, sagittal und coronal
Diese Darstellung wurde aus der Neuroguideanalyse genommen.Sie zeigt Schichtaufnahmen des Gehirns, die durch LORETA ermöglicht werden. Zu sehen ist eine überaktivierte Region in Brodmann Areal (BA) 23, anterior cingulärer Kortex, affektives Netzwerk, und die Aktivität ist 2.49 Standardabweichungen über dem Mittelwert der Vergleichsdaten. Diese Auffälligkeit beweist eine starke Aktivität bei 20 Hz im Gehirn einer 42 jährigen Klientin mit Angstsymptomen
Eine Schlüsselstruktur, die wir im Auge haben müssen, ist der anteriore cinguläre Kortex (ACC) (Devinsky et al, 1995). Die LORETA Aufnahme, die oben zu sehen ist, beweist, dass im ACC, Brodman Areal 23, eine Aktivität bei 20 Hz mit mehr als 2,49 Standardabweichungen über dem Mittelwert existiert. Wie in der Diskussion über Angst- und Stressreaktionen, die weiter unten folgt, festgestellt werden wird, besitzt der ACC direkte Verbindungen zu anderen Schlüsselregionen des Gehirns, die im affektiven Netzwerk zusammenarbeiten. Dazu gehören der mediale und der orbitale präfrontale Kortex, die Insula und die Basalganglien inklusive der Amygdala und dem Hippocampus. Veränderungen im ACC werden also auch den Hypothalamus betreffen und damit das autonome Nervensystem und die Achse: Hypothalamus, Hypophyse,Nebennierenrinde (HPA). Diese neuronalen Verbindungen spielen eine dominierende Rolle im menschlichen Stresssystem. Diese Strukturen sind auch am Entstehen der Depression beteiligt. Ein Einfluss auf diese Strukturen durch den Einsatz einer kombinierten Behandlung mittels NFB + HRV Herz-Raten Variabilitäts Training, insbesondere unter Einbeziehung von Diät, Schlaf und Verhaltenstraining kann helfen Depressionen zu überwinden und ein besseres Stress Management zu erreichen.(Thompson & Thompson, 2007; Paquette et al, 2009). Der ACC ist in unterschiedlichem Ausmaß an allen großen neuronalen Netzwerken beteiligt, am exekutiven, affectiven, salienz und des default Netzwerk. Also haben NFB & HRV Training durch ihren Einfluss auf den ACC einen Effekt auf viele unterschiedliche Systeme.
Zentrale Mittellinien Strukturen sind an Depressionen beteiligt: Menschen, bei denen eine Depression diagnostiziert ist zeigen Symptome, die eine Beziehung zum exekutiven und zum affektiven Netzwerks haben. Darstellung 1 zeigt drei unterschiedliche Netzwerke die an verschiedenen Aspekten der Depression beteiligt sind, basierend auf einer Präsentation des Neurowissenschaftlers Dirk de Ridder (2010 ISNR presentation). Grün dargestellte Bereiche gehören in erster Linie zum Anteil des exekutiven Netzwerk an der Depression. Genauer gesagt moduliert dieser dorsale Bereich die Aufmerksamkeit und Symptome, die die Sensorik und die Kognition betreffen, wie etwa Apathie, Aufmerksamkeitsprobleme und exekutiv Probleme. Dieser Bereich umfasst auch den dorsolateralen präfrontalen Kortex (BA 9 & 46), den dorsolateralen anterioren Cingulate (area 24b), den posterioren Cingulate (BA 31), den inferioren Parietallappen (BA 40) sowie das Striatum. Die dorsalen präfrontalen Bereiche, inklusive des ACC, sind auch beteiligt an der kognitiven Kontrolle der Emotionen inklusive des Neubewertung der Einschätzung und der expliziten Begründung emotionaler Stimuli.. Areale im orange gekennzeichneten Bereich gehören hauptsächlich zum affektiven Netzwerk, das an der Entstehung vegetativer Symptome beteiligt ist, die depressive Störungen oftmals begleiten. Diese Symptome des vegetativen, autonomen Nervensystems stammen von einem ventralen Hirnbereich, der eine Beziehung zu Symptomen wie Schlafstörungen, Appetitverlust und gestörter Libido aufweist. Hier stoßen wir auf die Achse: Hypothalamus, Hypophyse, Nebennierenrinde, den Hippocampus, die Insula (BA13), den subgenualen Cingulate (BA25) und den Hirnstamm. Die rotgefärbte Region ist an der Integration und Verbindung der anderen beiden Regionen beteiligt. Informationen, die die Kognition und die Emotion betreffen, die aus den dorsalen und ventralen Abschnitten der anderen beiden Bereiche stammen, werden integriert vom rostralen anterioren Kortex (Ba24), dem medialen frontalen Kortex (BA9&19 und dem orbitalen frontalen Kortex (BA11) und präfrontalen Arealen.
Darstellung 1:An der Depression beteiligte Hirnregionen
Unterschiedliche Behandlungen beeinflussen unterschiedliche affektive Netzwerke:
Kognitive Verhaltenstherapie scheint einen Einfluss auf die dorsalen und exektutiven Aspekte der Depression zu habnen, indem sie die ACC Aktivität in Brodman Areal 24 anheben. Diese Therapie könnte auch dazu Beitragen die Aktivität in den verbindenden Netzwerken und dem orbitalen frontalen Kortex BA10 zu senken, sowie im frontalen orbitalen Cortex bei BA11 (Goldapple, 2004).
Medikamente steigern die Aktivität ventraler vegetativer Areale wie dem präfrontalen Kortex BA9 und dem Hirnstamm. Sie senken die Aktivität im Brodmann Areal 25 und im Hyppothalamus, wie eine Studie einer Forschungsgrupp, die die regionalen metabolischen Effekte von Fluoxetin auf die Symptome einer Major Depression prüfte(Mayberg et al, 2003).
Tiefenhirnstiumulation kann das Brodmann Areal 25 unmittelbar beeinflussen. Dazu bedarf es eines operativen Eingriffs, bei dem Elektroden in den ventralen anterioren Gyrus als Schrittmacher unter die Haut in der Nähe des Schlüsselbeins implantiert werden.
Helen Mayberg und Kollegen behandelten eine Gruppe von depressiven Menschen, die durch die Depression, trotz Jahren der Gesprächstherapie, der Einnahme von Medikamenten und sogar der Elektroschockbehandlung, nahezu kataton waren, erfolgreich mittels Tiefenhirnstimulation des Brodmann Areals 25. (Mayberg et al, 2005, Kennedy et al, 2011). Von BA25 wird vermutet, dass in Fällen der behandlungsresistenten Depression diese Region metabolisch überaktiv sein könnte. Die Stimulation, wenn sie einmal an der richtigen Stelle positioniert ist, was Monate dauern kann, führte in PET Messuingen zu einer verminderten Aktivität in BA 25 und OFC BA 11. Die Stimulation soll gleichzeitig die Aktivität im dosolateralen präfrontalen Kortex(DLPC) BA9,46 und im anterioren cingulären Kortex BA24 sowie im parietalen cingulate Kortex (PCC) BA31 anheben, zusätzlich wird durch die Stimulation die parietale Aktivität in BA 40 verstärkt. Diese Effekte wurden bei fast der Hälfte der auf die Behandlung ansprechenden Patienten beobachtet.
Interessanterweise zeigen die gleichen Areale, die auf die Tiefenhirnstimulation ansprechen nach einer kombinierten NFB Behandlung, ergänzt durch Psychotherapie, bei Patienten, die auf Mediakemente nicht ansprachen, ähnliche Veränderungen.(Paquette, 2009). Einen Monat nach dem Behandlungsende zeigten sich signifikante Senkungen der absoluten Power im High Beta Bereich (18-30Hz) im orbifrontalen Kortex (BA11/47), der Insula (BA13), der Amygdala und dem Parahippocampalen Kortex (BA 36/37) den temporalen Bereichen (BA38) dem lateralen präfrontalen Kortex (BA 10 und BA 6/8) und dem subgenualen cingularen Kortex (BA25). Zusätzlich zeigten diese Menschen einen Anstieg der High Beta Aktivität im bilateralen präcuneus/poesterior cingulate Kortex (BA 40/31) Das macht Sinn, weil andere Studien eine abnormal niedrige Amplitude von High Beta Aktivität (>20Hz) in diesen kortialen Regionen (BA40/31) bei Patienten mit einer Major Depression gefunden haben (Pizzagalli et al.,2002; 2004). Verstärkte Aktivität im precuneus/posterior cingulate Kortex wurde auch bei Absetzerscheinungen nach pharmakologischen Behandlungen beobachten. (Mayberg, 2003) sowie bei interpersonaler Therapie (Martin et al., 2001). Weil die höchste Glukose Stoffwechselrate während Ruhephasen in eben diesen Hirnregionen bei gesunden Menschen beobachtet wurde (Raichle et al., 2001), ist die Theorie von Paquette plausibel, dass medikamentöse Behandlung, interpersonelle Therapie und Neurofeedback plus psychologischer Betreuung zur Wiedewrherstellung der guten Funktion des default Netzwerks, (also des Ruhemodus) dient.
Neurofeedback (NFB) + Herz Raten Variabilitäts (HRV) Training bei Angststörungen:
Wir haben bereits die Bedeutung des BA 25 im the ventral/rostralen anterioren cingulate Kortex für die gewöhnliche und oft nicht behandelbare Depression beschrieben. Brodmann Areal 25 wird auch als subgenuales Areal beschrieben, bildlich auch als "unter dem Knie", wegen der Lage am Ende des Bandes im Korpus Callosum), Areal subgenualis oder subgenualer cingulate. NFB könnte Bereiche des affektiven Netzwerks die den eher superioren Aspekt des Cingulate Gyrus unter dem Ableitungspunkt Cz beeinflussen, sowie den medialen Aspekt der Frontallappen unterhalb von Fz. Brodmann Areal 25 befindet sich tief im Midline Kortex. Wahrscheinlich hat LORETA NFB theoretisch einen wesentlich direkteren Einfluss auf diese Region als ein ein Kanal Training einer Seite. BA 25 ist reich an Serotonin Bahnen und hat die Aufgabe folgende Areale zu beeinflussen: Hypothalamus und Hirnstamm, die an der Regulation von Appetit und Schlaf beteiligt sind, der Amygdala und der Insula, die Stimmung und Angst beeinflussen, dem Hippocampus, der eine wichtige Rolle für das Gedächtnisvermögen besitzt und einigen Bereichen der frontalen Kortex, die der Selbstwahrnehmung dienen. Wichtig für den Therapeuten, der mit einer Kombination aus NFB und BFB arbeitet ist, dass der solitare Nukleus in der Medulla (nucleus solitarius) eine direkte Verbindung zur Herzrate und zum Blutdruck besitzt. Dieser, im Hirnstamm sitzende, Nucleus besitzt eine direkte Verbindung zu BA 25. Er besitzt aber auch Verbindungen zu allen anderen Bereichen, die am affektiven, limbischen Netzwerk beteiligt sind und die die Reaktionen des Patienten auf Stress beeinflussen. Sobald HRV Training den vagalen Einfluss stärkt, wird es vagale Afferenzen zum soliären Nucleus in der Medulla senden, die BA 25 beeinflussen und dadurch, vielleicht auch die Symptome der Depression, die mit Dysfunktionen dieses Systems zusammen hängen.
Diagram by Maya Berenkey from The Companion to The Neurofeedback Book (in press)
TH = Thalamus
IN = Insula
HTH = Hypothalamus
P = Pituitary
CNA = Central Nucleus Amygdala
A = Amygdala
ANS = Autonomic Nervous System
PVN = Paraventricular Nuc.
HI = Hippocampus
PBN = Parabrachial Nucleus
NTS = Nucleus Tractus Solitarius
Das Diagramm soll für Anwender sein. Es illustriert einige Areale der central midline, die eine Bedeutung haben für Depression, Angst und die Stressreaktion.
Herz-Raten Variabilitäts Training (HRV)
Herz Raten Variabilität meint die konstante Oszillation der Herzrate in Abhängigkeit vom Atem, die bei gesunden Menschen zu beobachten ist. Diese Veränderungen können als Frequenzveränderung, Amplitudenveränderung oder Geschwindigkeit der Herzschlagfolge gemessen werden oder aber auch als Standardabweichungen der Herzschlagintervalle (IBi) . Diese Standard Abweichung (oder diese Herzschlagintervalle (IBI) gemessen unter Ausschluss aller Artefakte), wird SDNN genannt. Wir sind in unserem Zentrum stest besorgt, wenn die SDNN eines Patienten weniger als 50 ms beträgt und wünschen diese bei 80-100 ms zu sehen. (Gevirtz, 2010). Die Veränderung der Herzschlagfolge wird mittels eines Plethysmographen gemessen, der die Reflektion von Rotlicht in den Blutgefäßen des Fingers oder Daumens misst. Die Messung des Pulses am Daumen ergibt das gleiche Ergebnis für die Ermittlung des SDNN wie die mittels EKG Sensoren an der Brust. (Giardino, 2002). Die SDNN wird bei uns mittels des Cardiopro Programms von Thought Technology gemessen, das entwickelt wurde anhand der gängigen Kriterien der Forschung unter Einbeziehung der internationalen Statistiken über die Messung der Herzschlag Variabilität.
Es gibt Studien jüngeren Datums, die zeigen, dass das HRV Training einen positiven Effekt auf die Symptome der Depression haben kann.Katsamanis et al berichten von signifikanten Verbesserungen nach einem HRV Training in der Hawtonschen Depressions Skala (HAM-D) und dem Beckschen Depressions Inventar (BDI-II) mit vergleichbaren Verbesserungen in der SDNN. Sie bemerken, dass die SDNN wieder auf die Ausgangslevel sank, dass aber die klinisch signifikanten Verbesserungen der Depressionr anhielten(Katsamanis et al, 2007). Hassett et al entdeckten, dass HRV Biofeedback bei Patienten mit Fibromyalgie zusätzlich zur Schmerzerleichterung zu signifikanten Verbesserungen des Allgemeinbefindens und der Depression führte. (Hassett, 2007).
LORETA z-score NFB zur Behandlung von affektiven Störungen
Bei depressiven Patienten (und oftmals auch bei Patienten mit Hirntraumata/ Traumatischen Hirnverletzungen (TBI) oder mit anderen Störungen) zeigen LORETA Analysen signifikante Abweichungen von den Normwerten, die ihre Quelle in einer bestimmten oder in mehreren Hirnregionen haben. Diese Areale können den anterioren Cingulate (BA24) betreffen, die medialen frontalen Regione, den rostral-verntralen cingulate Gyrus (BA 25), den Uncus, den parahypocampalen Gyrus und andere Strukturen der Central Midline. Alle diese Regionen finden sich in der Tiefe der Zentralfurche. Oberflächen NFB kann, wie bereits erwähnt, diese Regionen nur indirekt beeinflussen, indem es das Netzwerk aktiviert, dass diese Regionen einbezieht. LORETA NFB ermöglicht dem Therapeuten andererseits das Neurofeedbacktraining von bis zu 24 Arealen und verschiedenen Messungen (Amplitude, Phase, Kohärenz) im Gehirn gleichzeitig durchzuführen. Das Durchführen einer solchen Messung braucht mehr Zeit, weil LORETA Mathematik den Input von 19 Kanälen erhält, um die Quelle zu lokalisieren. Die 19 Kanal Messhaube braucht ein paar Minuten, bis sie sorgfältig angelegt ist. Es ist dabei wichtig, akkurat zu arbeiten, weil die Messdaten so weit wie möglich artefaktfrei sein sollten.
Die Hoffnung lautet, dass man komplettere Resultate mittels LORETA z Score Training erzielt. Schnellere Verbesserungen der Trainingsergebnisse würden die komplexere Prozedur des Anlegens und Messens rechtfertigen. Kontrollierte Studien die die Vorteile des LORETA im Vergleich zu konventionellem Neurofeedback verifizieren müssen noch erfolgen. In der Zwischenzeit können beide Verfahren genutzt werden und beide lassen sich mit HRV Training kombinieren. Wenn man sich für das LORETA NFB entscheidet, kann das HRV Training am Beginn der Sitzung erfolgen, während die EEG Haube aufgesetzt und die Impedanz gecheckt wird, was manchmal länger als zehn Minuten dauert. Der Patient kann das HRV Training auch während des Trainings weiter durchführen oder einfach weiter in einem relaxten Atemrhythmus verharren. Beide Verfahren, sowohl das HRV Training als auch das Neurofeedback sind Lernmethoden. Invasive Behandlungen wie Operation oder medikamente sind nicht erforderlich. Das Gehirn besitzt Plastizität und Lernmethoden können sehr machtvolle Instrumente sein, um Veränderungen in die gewünschte Richtung zu erzielen. (Doidge, N., (2010) The Brain that Changes Itself); weitere Referenzen können in der entsprechenden Sektion der Webseite des ADD Centers of Toronto gefunden werden.
Beispiele von Resultaten des LORETA z-score NFB Training
Im oberen Diagramm zeigt die x Achse die Z scores (standard deviations (SDs) einer Datenbank). Jede farbige Linie stammt von einem anderen Brodmann Areal (BA) das mittels dieses Programms trainiert wurde. Die Y Achse zeigt die Anzahl der Sitzungen. Z- scores vergleichen den Patienten mit der Normalpopulation. Der Leser wird sich daran erinnern, dass ungefähr 95% der Population bei weniger als 2 SDs liegt. Dieser Mann war, zusätzlich zu anderen Problemen, depressiv und ängstlich. Die Grafi zeigt, dass bei Beginn des LORETA z-Score NFB, die ersten Sitzunghsstatistiken zwischen 2 und 7 SDs bei vielen EEG Frequenzen und in unterschiedlichen Brodmann Arealen lagen. Innerhalb von 6 Sitzungen brachte der Patient alle gemessenen Areale unter 2 SDs. Er musste Kanada dann für mehrere Monate aus familiären Gründen verlassen. Als er wieder in Kanada war, waren einige Symptome zurückgekehrt. Sitzung 7 wurde durchgeführt und die Z Scores waren in mehreren Arealen angestiegen auf Werte zwischen 2 und 3 SDs. Die Grafik zeigt, dass der höchste Z Score (3.04 SD) in Sitzung 7 Beta 2 (15-18 Hz) an der rechten Seite der Insula war, BA 33. Das ist ein wichtiges Areal im affektiven Netzwerk. Beides, sowohl die Z Scores als auch die Symptome nahmen ab mit fortschreitendem Training. Unser Klient trainierte mehr als 30 Sitzungen um seine Erfolge zu verfestigen. Nach Absprache mit seinem Arzt konnte er anschließend seine Medikation dauerhaft absetzen.
For more information please contact, Dr. Lynda Thompson at the ADD Centre® (905) 803 8066 or (416) 488-2233
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